Antifaschistische Linke Düsseldorf

sometimes antisocial – always antifascist – alles andere sind Gerüchte

Blockupy Frankfurt!

16. Mai 2012bis19. Mai 2012

Gegen die autoritäre Krisenpolitik der EU formiert sich auch über den linksradikalen Tellerrand hinaus Widerstand. So will ein breites Bündnis aus Occupy, Attac, Interventionistischer Linker (iL), Gewerkschaften und anderen linken Gruppen Mitte Mai die Europäische Zentralbank blockieren und mit verschiedenen Aktionen und einer Grossdemonstration gegen eben jene “Sparpolitik” und für internationale Solidarität und die Demokratisierung aller Lebensbereiche demonstrieren.

Aus Düsseldorf werden Busse zu den verschiedenen Aktionen fahren. Achtet auf weitere Ankündigungen!

Mehr beim Bündnis Blockupy Frankfurt!

Drinnen oder Draußen? – Über Aussteiger, Austreter, Rückzieher und Ausstiegsprozesse aus der Neonazi-Szene

25. April 2012
20:00

INPUT – antifaschistischer Themenabend zum Thema “Aussteiger”
im ZAKK

Referent: Nils Schuhmacher (Sozialwissenschaftler, Hamburg)

Seit 12 Jahren gibt es in Deutschland Versuche von staatlichen Institutionen und privaten Initiativen, Ausstiegswillige aus der extremen Rechten im Rahmen entsprechender Programme ideell und praktisch zu unterstützen. Mittlerweile unterhält neben dem Bund die Mehrzahl der einzelnen Bundesländer solche Einrichtungen, die vorrangig bei Polizei und Verfassungsschutz angesiedelt sind.
Effizienz, Effektivität und Erfolgsträchtigkeit dieser Angebote stehen seit Anbeginn in der Diskussion. Strittig sind auch – sofern vorhanden – die pädagogischen Konzeptua­lisierungen der Ausstiegsbegleitungen. Nicht zuletzt steht über all dem die Frage, ab wann von einem Ausstieg gesprochen werden kann. Wenn man keine Straftaten mehr begeht? Wenn man sich sozial distanziert? Wenn man mit den bisherigen politischen Überzeugungen bricht?
Die Veranstaltung beleuchtet das weite Feld der Ausstiegskontexte, -programme und -konzepte aus einer nicht-administrativen Sicht und eröffnet den Raum für die Diskussion um Möglichkeiten und Grenzen von Ausstiegsbegleitungen.
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Stolberg 2012 – Gemeinsam den Naziaufmarsch blockieren!

7. April 2012
08:40

Seit 2008 instrumentalisieren Nazis den Tod eines Jugendlichen in Stolberg für ihre rassistische Propaganda. Dabei ist ihr Ziel in Stolberg einen Märtyrerkult aufzubauen, ähnlich dem, der etwa im schwedischen Salem besteht. In Neonazikreisen setzte sich eine Konstruktion der Ereignisse durch, die auf Opfermythos, Märtyrerkult und Rassismus setzt. Es wurde ein Bild gezeichnet, nachdem die Tat nur ein weiteres Beispiel, für eine ständige Verfolgung „der Deutschen“ durch MigrantInnen, durch Linke und durch eine breite Öffentlichkeit sei, gegen die sie sich gemeinsam, entschlossen und gewaltsam zur Wehr setzten müssten. Kevin P., der Getötete wurde stilisiert zum »Held, der für Deutschland fiel«, zum »Soldat, im Kampf ermordet«, zum »Märtyrer für die national(sozialistisch)e Sache«, eben als einer der ihren. Und wenn schon nicht einer der ihren, denn in dieser Frage sind sich die Neonazis nicht einig, so war er doch wenigstens »ein junger Deutscher«. Dass es sich bei dem Streit um einen sogenannten Beziehungsstreit handelte, erwähnten sie nicht.
Für die Nazis entwickelt sich Stolberg zu einer Großveranstaltung. So versammeln sich jedes Jahr im April zwischen 500 und 800 Nazis in Stolberg um ein symbolisches Datum zu schaffen, mit dem bundes-, wenn nicht europaweit ein Aufmarschanlass geschaffen und zudem eine teils taktisch zerstrittene Szene geeint werden kann.

Gemeinsame Zuganreise aus NRW – Treffpunkt für Düsseldorf:
07.04. – 8.20 Hbf, Ufa Palast

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Die Krise heisst Kapitalismus – bundesweite Demonstration in FF[M]

31. März 2012
14:00

Bundesweite Demonstration zur Baustelle der “Europäischen Zentralbank” (EZB)

Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise in der EU (und global) zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus in Europa zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit diesem Drohszenario werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die Herrschenden in der EU, ihren Mitglieds- und Beitrittsstaaten setzen auf mehr „Wettbewerb“ und einen brutalen Sparkurs, um das „Vertrauen“ und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Für einen Großteil der Bevölkerung bedeutet dies eine zunehmende Verarmung und Verschärfung ihrer Lebensbedingungen. Es zeigt sich: Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von Reichtum. Organisieren wir uns für eine bessere Gesellschaft!

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Und tschüss: 24 Festnahmen bei Razzia gegen das neonazistische “Aktionsbüro Mittelrhein”

Am gestrigen Dienstag, dem 31.3., wurde eine Großrazzia gegen 30 Personen der Neonazi-Szene im Rheinland durchgeführt. Vorgeworfen wird ihnen Bildung oder Unterstützung der kriminellen Vereinigung “Aktionsbüro Mittelrhein”, Landfriedensbruch und Körperverletzung.  Das Aktionsbüro soll schwerpunktmäßig “Anti-Antifa”-Arbeit gemacht haben, d.h. das Ausspähen und notfalls gewaltsame Einschüchtern des politischen Gegners vorgenommen haben.

Aus Düsseldorf ist der Kopf der hiesigen Neonazi-Szene, Sven Skoda, festgenommen worden. Zu den Festgenommenen zählen zudem der bundesweit bekannte Neonazi Axel Reitz, der Kölner Paul Breuer (die bereits eine Gefängnisstrafe absaßen) und Sebastian Ziesemann aus Erftstadt.Die beiden letztgenannte waren auch bei einem Angriff auf das alternative Wohnprojekt “Praxis” in Dresden anlässlich des Neonaziaufmarsch-Versuches 2011 beteiligt, wie AntifaschistInnen offenlegten [1, 2, Youtube-Video].

Die Düsseldorfer Rheinische Post berichtet ausführlich über Sven Skoda und unser Interventionen gegen ihn. Noch mehr Hintergründe gibt es beim BNR und der Mobilen Beratung.

„Grabe, wo du stehst“ – Erinnerungsorte zum Nationalsozialismus

28. März 2012
19:30

Erinnerungsorte zum Nationalsozialismus im städtischen Raum am Beispiel des ehemaligen Schlachthof-Geländes in Düsseldorf-Derendorf

Referenten: Michael Sturm (Historiker) und Alexander Stockhaus (AStA FH Düsseldorf)

„Grabe, wo du stehst“ lautete der Titel des im Jahr 1978 vom schwedischen Literaturhistoriker Sven Lindqvist veröffentlichten Buches, das zum Motto der in dieser Zeit in der Bundesrepublik entstehenden Geschichtswerkstätten werden sollte. Deren AktivistInnen begannen an zahlreichen Orten, oftmals mit antifaschistischem und emanzipatorischem Anspruch, Spuren der vielfach verdrängten, vergessenen und verleugneten NS-Vergangenheit frei zu legen. Täter, Opfer und Schauplätze der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik erhielten auf diese Weise im lokalen Kontext wieder Namen und Adressen. In den letzten Jahrzehnten ist somit eine ausdifferenzierte Gedenkkultur entstanden, die durch eine breite Palette von Erinnerungsorten und Erinnerungszeichen geprägt ist. Diese Beobachtung gilt auch für Düsseldorf.
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Griechenland, die Finanzkrise und europaweite Proteste

13. März 2012
20:00

John Malamatinas, Autor des Buches „Krisenlabor Griechenland“, spricht über die Auswirkungen der autoritären, maßgeblich von Deutschland gestalteten, Krisenpolitik der Troika. Gegen diese Politik formiert sich breiter Widerstand in Griechenland, in welchem antikapitalistischer Protest eine zentrale Rolle spielt. Gruppen aus diesem Umfeld haben sich dieses Jahr mit linksradikalen Organisationen in ganz Europa vernetzt um der europäischen Krise eine ebenso transnationale Antwort zu geben. Daraus entstand die Idee eines Aktionstages „M31“. Während am 31. März in Griechenland Menschen auf die Straße gehen, ruft in Spanien die CNT zum Generaltstreik auf und in Deutschland wird es eine Großdemonstration in Frankfurt geben. Um diese Demonstration vorzubereiten laden wir euch zu unserer Mobilisierungsveranstaltung ein.

Antifaschistische Linke Düsseldorf
Association début d’histoire
brigada hora azul

Presseschau: NSU-Helfer aus Düsseldorf gesteht Waffenlieferung

Der im Januar in Düsseldorf festgenommene Carsten S. hat gestanden, die Tatwaffe geliefert zu haben, mit der neun Morde der NSU verübt wurden:

Zur Vollständigkeit unsere Publikationen vom Januar und von 2004.

Dresden: Größte Antifademo statt Naziaufmarsch

Dresden nazifrei – 3:0 für die antifaschistische Bewegung

Mehr als 10.000 Menschen aus unterschiedlichen Spektren demonstrierten am Samstag, dem 18.2. durch die gesamte Dresdener Innenstadt. Anlass war der geplante Aufmarsch mehrerer tausender Nazis, der in den letzten zwei Jahren von tausenden Antifaschistinnen und Antifaschisten
verhindert werden konnte.

An der Stelle, wo Jahre zuvor noch 7000 Neonazis durch die Straßen zogen und ihre geschichtsrevisionistische Deutung der Bombardierung Dresdens im zweiten Weltkrieg zum Besten gaben, kam es zu einer der größten antifaschistischen Demonstrationen der Nachkriegsgeschichte. Die Demonstration des Bündnisses “Dresden Nazifrei” richtete sich jedoch nicht nur gegen die geplanten Nazi-Aktivitäten, sondern auch gegen die “sächsischen Verhältnisse”.

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Münster: Keinen Meter den Nazis

3. März 2012

Am 3. März wollen Nazis durch Münsters Straßen marschieren und ihre menschenverachtende Ideologie propagieren. Bereits 2006 verhinderten Blockaden von Anwohner_innen und antifaschistischen Initiativen einen Versuch von Nazis durch das Hansaviertel zu ziehen. Nach wenigen Metern hatte es sich ausmarschiert. Die Straße war von vielen hundert Menschen besetzt, gemeinsam wurde so der Naziaufmarsch verhindert.

Seit Kurzem versucht sich in Münster eine kleine Gruppe von „Nationalen Sozialisten“ zu etablieren, bislang ohne nennenswerten Erfolg. Auch für den geplanten Aufmarsch im März werden sie wieder auf Unterstützung von außerhalb angewiesen sein. Bei dieser Gelegenheit gilt es an den antifaschistischen Erfolg von 2006 anzuknüpfen und den Nazis zu zeigen, dass es auch zukünftig eine verdammt schlechte Idee ist, zu versuchen, Nazi-Propaganda in Münster zu verbreiten, denn Faschismus ist keine Meinung sondern, ein Verbrechen !

Weiterlesen:
Aufruf des Blockade-Bündnisses “Keinen Meter den Nazis”