Antifaschistische Linke Düsseldorf

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Neuigkeiten

Pressemitteilung: Düsseldorfer war Kontaktmann zum rechtsterroristischen NSU?

Pressemitteilung vom 25. Januar 2012

Düsseldorfer war Kontaktmann zum rechtsterroristischen NSU?

Antifa fordert Aufklärung

Durch einen „Spiegel“-Bericht wurde der Öffentlichkeit Anfang Januar
2012 bekannt, dass es um die Jahrtausendwende einen weiteren Kontaktmann
zur neonazistischen Untergrundzelle NSU gegeben haben könnte: Carsten
S., zwischenzeitlich nicht mehr in der Neonazi-Szene aktiver
Kader des „Thüringer Heimatschutzes“ (THS) und ehemaliger
stellvertretender Landesvorsitzender der NPD-Jugendorganisation „Junge
Nationaldemokraten“ (JN) aus Jena, später Düsseldorf.
Die aktuellen Enthüllungen werfen Fragen auf, die von S.
beantwortet werden müssen.

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Naziterror – rassistischer Normalzustand

Die Gruppe “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) ermordete im Laufe von über zehn Jahren mindestens zehn Menschen. Die Täter stammen aus einem neonazistischen Milieu, das sich nach der Wiedervereinigung in etlichen Gegenden in Ostdeutschland herausbildete und etablierte. Wie sich herausstellte konnten etliche der Nazistrukturen unter zur Hilfenahme des sogenannten „V-Mann“-Konzeptes der Verfas- sungsschützer_innen finanziert und aufgebaut werden. So konnte auch die Terrorstruktur NSU auf die tatkräftige Unterstützung in Form von Geldern und falschen Papieren mindestens des Thüringer Verfassungsschutzes zählen.

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Nazis-Gespenster in Kaiserswerth

Am Abend des 08.11.2011, dem Vorabend des Jahrestages der “Reichsprogromnacht”, zogen Neonazis aus den Reihen der “Aktionsgruppe Rheinland” (NRW) und des “Aktionsbüros Mittelrhein” (RLP) durch den Düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth. Die Neonazis versteckten ihre Gesichter hinter weißen Masken, zündeten Bengalische Feuer und führten Fackeln mit sich. An der Spitze trugen sie ein Transparent mit der Aufschrift “Volkstod stoppen”. Augenzeugen berichten von einigen Dutzend, die Nazis selber von 80 TeilnehmerInnen.
Die Nazi-Demonstration bezieht sich inhaltlich auf die Bundesweite “Volkstod”-Kampagne sowie auf den “Hitlerputsch” am 8. und 9. November 1923 in München und ist vom Auftreten her an die sogenannten “Die Unsterblichen” orientiert. Auf Internetseiten der Szene heißt es dazu: “Mit dieser Aktion wollte man (…) an die erste Erhebung der jungen nationalsozialistischen Bewegung (…) erinnern” und weiter “Dasselbe Streben von damals nach einem (…) Reich der Deutschen führt auch heute noch junge, treue Deutsche raus auf die Straße(…)”. Der positive Bezug auf den Nationalsozialismus läßt keine Frage mehr offen, wessen Geistes Kind diese “Geister” sind.
Doch warum sie genau durch Kaiserswerth gelaufen sind wird nicht deutlich, einzig das historische Ambiente könnte für sie anziehend gewesen sein. Die Sprecherin der Antifaschistischen Linken Düsseldorf, Lena Hönscheid, dazu: “Die Nazis haben den nördlichen Stadtteil ausgewählt, damit sie schnell wieder weg können, bevor die Antifa kommt. Ausserdem werden um 20.00 Uhr die Gehwege eingeklappt, dann ist da tote Hose!”
So kann der Aufmarsch als versuch gewertet werden, in Düsseldorf neonazistische Aktionen durchzuführen, ohne dabei auf die Gegenwehr von Antifaschistinnen und Antifaschisten zu stoßen. “Die Nazis wissen genau, warum sie sich mit einer Demo nur in der Dunkelheit und weit ab vom Stadtkern nach Düsseldorf trauen. Doch in den letzten Monaten vermehren sich im Düsseldorfer Umland, z. B. in Wuppertal, Leverkusen und Mettmann, die Aktivitäten seitens der neonazistischen “Aktionsgruppe Rheinland”.”, kommentiert Lena Hönscheid.
Auf mehrern Internetseiten der Naziszene findet sich inzwischen ein und der selbe “Aktionsbericht” mit Bildern vom Aufmarsch in Kaiserswerth. Düsseldorfer Nazis waren zuletzt wieder häufiger durch Gewalttaten in Erscheinung getreten. Die Düsseldorfer Polizei schweigt zu der Aktion der Nazis.

Mehr Infos: NRW Rechtsaußen, Hintergrund zu den “Unsterblichen”

Edelweiss-Piratenfestival 2011

10. September 2011
15:00bis22:00

Bereits zum fünften Mal findet in Düsseldorf das Edelweiss-Piratenfestival im Zakk statt. Erinnert werden soll mit dem Festival an dissidente Jungenbewegungen und -kulturen, die gegen den Nationalsozialismus und seine autoritäre Zurichtung opponierten.

Dieses Mal mit dabei: Iriepathie, Berlin Boom Orchestra, Sebastian Sturm mit Akustik Band, Mellow Mark&Pyro, Mighty Mammut Movement

Es gibt nicht nur Musik, sondern auch ein Erzählcafe der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN/BdA).

Eintritt frei!

Solidarität mit den Betroffenen der Hausdurchsuchungen in Sachsen!

In diesem Februar konnte eine große und erfolgreiche antifaschistische Mobilisierung zu Massenblockaden Europas größten Naziaufmarsch in Dresden weitestgehend verhindern. 20.000 Menschen aus verschiedensten Spektren aus der ganzen Republik waren auf der Strasse und beteiligten sich auf unterschiedliche Art und Weise.

Die breite Unterstützung des Bündnisses, durch Teile der radikalen Linken, zivilgesellschaftliche Initiativen, Gewerkschaften, Linkspartei, Grüne, Teile der SPD sowie Einzelpersonen, und der deutlich besseren politischen Verankerung in Dresden und der Region haben die vielen Blockaden ermöglicht.

Jetzt versucht die Staatsanwaltschaft in Sachsen unter fadenscheinigen Begründungen dies breite Bündnis politisch anzugreifen.

Antifaschistische Gruppen aus NRW fordern:

Sofortige Einstellung aller Verfahren! Stopp der Kriminalisierung von antifaschistischen Protesten!

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DU it yourself – Nachttanzdemo in Duisburg am 30.04.

30. April 2011
19:00

Die Verhältnisse zum Tanzen bringen!
- Selbstverwaltete Freiräume erkämpfen!

Von Duisburg bis nach Dortmund: Im Ruhrgebiet hat es unkommerzielle und selbstverwaltete Kultur nicht einfach. Wenn es dann auch noch nicht nur um Kultur, sondern auch um Politik von unten gehen soll, sieht es noch schwärzer aus. Trotz massiven Leerstandes und vieler guter Gründe für soziale und kulturelle Zentren in jeder Ruhrgebietsstadt (wenn nicht sogar jedem Stadtteil), investieren die Städte größtenteils in fragwürdige „Leuchtturmprojekte“, während lokale Initiativen teilweise seit Jahren versuchen Immobilien für ihre gemeinnützige Arbeit zu finden.

Während sich das Ruhrgebiet 2010 als Kulturhauptstadt abfeiern ließ, Prestigeprojekte gefördert wurden und der Sommer mit Riesenevents gänzlich ohne Nachhaltigkeit gefüllt wurde, bleiben öffentliche Angebote, soziale und unkommerzielle Einrichtungen immer mehr auf der Strecke.
Die Stadt Duisburg kann durchaus als Paradebeispiel für eine äußerst problematische Stadtentwicklung herhalten. Während ein Innenstadt-Viertel nach dem anderen von dem Architekten Sir Norman Foster ein neues Entwicklungskonzept erhält, wird der Kultur immer weiter der Hahn abgedreht. Neue Initiativen haben kaum Chancen, wenn sie nicht komplett auf eigene Faust arbeiten. Stattdessen ist vorzeigbare „Hoch-“ und „Leitkultur“ gefragt, welche einen Großteil der Bevölkerung ausschließt und oft nur ein passives Erleben von Kultur fördert. Der Verein „Mustermensch e.V.“ betrieb von Ende 2008 bis Mitte 2009 das unabhängige Kulturzentrum „T5“ in der Duisburger Altstadt, musste dieses aber aufgrund der ungeeigneten Immobilie wieder aufgeben: Ein geeignetes Kulturzentrum mit ausreichend Platz für Konzerte, Veranstaltungen und Räumlichkeiten für kulturelle und politische Gruppen ist über den freien Markt kaum möglich, allerdings rührt die Stadt mehrfachen Zusagen „sich zu kümmern“ zum Trotz kaum einen Finger. Und selbst bei kommerziellen, aber alternativen, Kulturangeboten wie dem Djäzz wird ähnlich verfahren. Die Stadtspitze und Verwaltung verspricht viel hält aber nichts.

Und Duisburg ist damit nicht allein. Solche Entwicklungen sieht man in der gesamten Region der ehemaligen Ruhr2010. Während in Essen das letzte städtische Jugendzentrum geschlossen wird und eine Besetzung der Künstlerinitative „Freiraum2010“ nach kurzer Zeit aufgegeben werden muss, wird auch in Dortmund für ein unabhängiges Zentrum und ein „Recht auf Stadt“ gekämpft.
Vorgemacht hat es die Kölner Pyranha-Gruppe, die es mit bunten Aktionen und viel Engagement geschafft hat, einen Raum für ihre Ideen und Projekte zu finden – das Autonome Zentrum Köln, welches allerdings immer noch keinen gesicherten Status hat.

In was für einer Stadt wollen wir leben?

Selbstbestimmt und unkommerziell – wir wollen einen selbstverwalteten Ort, an dem Menschen Raum finden, ihre Kreativität, ihre Ideen, Bedürfnisse und Lebensvorstellungen möglichst unabhängig von gesellschaftlichen und kommerziellen Zwängen auszuleben. Aber dahin kommen wir nicht von alleine und mit leeren Versprechungen geben wir uns auch nicht mehr zufrieden. Ab jetzt nehmen wir die Sache selbst in die Hand!

Auf zur Nachttanzdemo!

Wir wollen raus in die Stadt gehen und unüberhörbar zeigen, dass wir da sind, dass wir viele sind und dass wir auch in Zukunft Raum in der Stadt einnehmen werden – egal wo und wann.

Kommt am Samstag, den 30. April, einen Tag vor dem Euromayday in Dortmund, zur Nachttanzdemo nach Duisburg. Sagt euren FreundenInnen, Geschwistern, NachbarInnen und Kindern bescheid, bringt Instrumente und Konfetti mit, und tanzt mit uns für ein unabhängiges Zentrum in Duisburg und Freiräume im ganzen Ruhrgebiet. Mit einer lauten, bunten und kraftvollen Nachttanzdemo werden wir deutlich machen, dass die Straßen auch unsere Straßen und die Stadt auch unsere Stadt ist, die wir selbstbestimmt gemäß unseren Bedürfnissen gestalten werden.

Die Demo beginnt um 19 Uhr am Vorplatz des Duisburger Hauptbahnhofs und endet an der Pauluskirche in Hochfeld.

Aus Düsseldorf fahren wir gemeinsam hin!

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise:

30. April 2011 | 18:30 Uhr |  Ufa Palast / Hauptbahnhof  | Düsseldorf

Mehr lesen: Mobi-Seite

4 Stunden Blockade in Stolberg

Über 1000 GegendemonstrantInnen aus vielen Städten NRWs und anderen Bundesländern sowie aus Belgien und den Niederlanden kamen, um die Blockaden des “Bündnisses gegen den Naziaufmarsch in Stolberg” zu unterstützen. Darüber hinaus gab es viel Zuspruch und Unterstützung von Seiten der Stolberger Bevölkerung.

Der Ablauf des Naziaufmarsches wurde zu Anfang von 700 Menschen am Hauptbahnhof und im Laufe des Tages durch viele kleinere Blockaden auf Schienen und Straßen um vier Stunden verzögert.

Doch auch die Proteste des Vorjahres zeigten Erfolg, da deutlich weniger Nazis als im Vorjahr durch Stolberg zogen, um ihrer menschenverachtenden und nationalsozialistischen Propaganda Ausdruck zu verleihen.

Während die Polizei den Aufmarsch der Nazis wieder einmal durchsetzte, hielt sie einen größeren antifaschistischen Demonstrationszug zur angemeldeten Kundgebung mit kaum nachvollziehbaren Argumenten mehrere Stunden auf.

Weiterlesen: Pressemitteilung des Bündnis

Video-Nachbetrachtung Dresden Nazifrei 2011 erschienen

Eine kleine Pressenachlese zu den Gegenaktivitäten gegen Europas größten Nazireinfall am 19.2.2011 in Dresden.

Opferperspektiven – Rechte Gewalt in NRW und deren Opfer

16. März 2011
20:00

Alle drei Tage wird in NRW eine politisch rechts motivierte Gewalttat begangen. Die Betroffenen sind vor allem linke, alternative und nicht-rechte junge Erwachsene und Jugendliche, engagierte AntifaschistInnen, MigrantInnen und Flüchtlinge, Schwarze Deutsche, Schwule und Lesben, Obdachlose oder von der extremen Rechten als politische GegnerInnen wahrgenommene Personen – Menschen eben, die aus welchen Gründen auch immer nicht in ein extrem rechtes Welt- und Menschenbild passen.

Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion über die Notwendigkeit und Möglichkeiten einer unabhängigen Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt in NRW

Datum: Mittwoch, 16. März 2011, 20.00 Uhr
Ort: Kulturzentrum zakk, Fichtenstr. 40, Düsseldorf
Raum: Halle

Referentin: Heike Kleffner (Mitglied des Beirats der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt)

PodiumsteilnehmerInnen: Thomas Stotko (MdL, SPD), Verena Schäffer (MdL, B90/Die Grünen), Anna Conrads (MdL, Die Linke), ein von neonazistischer Bedrohung betroffener Mensch aus Dortmund und eine Aktivistin aus antifaschistischen Zusammenhängen

Moderation: Prof. Dr. Stephan Bundschuh (FH Koblenz, ehemaliger Geschäftsführer IDA NRW)

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Vortrag zur Situation russischer AntifaschistInnen

8. März 2011
19:30

Die russische rechte Szene ist in den letzten Jahren nicht nur rasant gewachsen, auch die Gewalttaten von rechts haben massiv zugenommen. Ein erheblicher Machtfaktor der Rechten ist nicht nur ihre hoch entwickelte Infrastruktur, sondern auch ihre Unterstützung durch Einzelpersonen in Wirtschaft und ihre Vernetzung mit Verwaltung und Sicherheitsapparat. Letztere wurde im Rahmen des Konflikts um den Autobahnbau durch den Wald von Chimki wieder mehr als deutlich. Auf der AntifaschistInnen aus Russland über die Entwicklung der rechten Szene und über den Alltag und die Aktivitäten derjeniegen, die sich ihr entgegenstellen.

Der Vortrag fängt pünktlich um 19:30 Uhr an

im Linken Zentrum “Hinterhof”