Antifaschistische Linke Düsseldorf

sometimes antisocial – always antifascist – alles andere sind Gerüchte

Neuigkeiten

Opferperspektiven – Rechte Gewalt in NRW und deren Opfer

16. März 2011
20:00

Alle drei Tage wird in NRW eine politisch rechts motivierte Gewalttat begangen. Die Betroffenen sind vor allem linke, alternative und nicht-rechte junge Erwachsene und Jugendliche, engagierte AntifaschistInnen, MigrantInnen und Flüchtlinge, Schwarze Deutsche, Schwule und Lesben, Obdachlose oder von der extremen Rechten als politische GegnerInnen wahrgenommene Personen – Menschen eben, die aus welchen Gründen auch immer nicht in ein extrem rechtes Welt- und Menschenbild passen.

Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion über die Notwendigkeit und Möglichkeiten einer unabhängigen Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt in NRW

Datum: Mittwoch, 16. März 2011, 20.00 Uhr
Ort: Kulturzentrum zakk, Fichtenstr. 40, Düsseldorf
Raum: Halle

Referentin: Heike Kleffner (Mitglied des Beirats der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt)

PodiumsteilnehmerInnen: Thomas Stotko (MdL, SPD), Verena Schäffer (MdL, B90/Die Grünen), Anna Conrads (MdL, Die Linke), ein von neonazistischer Bedrohung betroffener Mensch aus Dortmund und eine Aktivistin aus antifaschistischen Zusammenhängen

Moderation: Prof. Dr. Stephan Bundschuh (FH Koblenz, ehemaliger Geschäftsführer IDA NRW)

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Vortrag zur Situation russischer AntifaschistInnen

8. März 2011
19:30

Die russische rechte Szene ist in den letzten Jahren nicht nur rasant gewachsen, auch die Gewalttaten von rechts haben massiv zugenommen. Ein erheblicher Machtfaktor der Rechten ist nicht nur ihre hoch entwickelte Infrastruktur, sondern auch ihre Unterstützung durch Einzelpersonen in Wirtschaft und ihre Vernetzung mit Verwaltung und Sicherheitsapparat. Letztere wurde im Rahmen des Konflikts um den Autobahnbau durch den Wald von Chimki wieder mehr als deutlich. Auf der AntifaschistInnen aus Russland über die Entwicklung der rechten Szene und über den Alltag und die Aktivitäten derjeniegen, die sich ihr entgegenstellen.

Der Vortrag fängt pünktlich um 19:30 Uhr an

im Linken Zentrum “Hinterhof”

Dresden: Europas größter Naziaufmarsch erfolgreich blockiert

Bereits zum zweiten Mal wurde von einem breiten Bündnis unterschiedlicher Spektren aus dem ganzen Bundesgebiet und Dresden Europas größter Naziaufmarsch blockiert. Und das, obwohl für alle die Lage auf der Straße für alle Beteiligten nicht leicht war.

Erkämpfter Sieg

Die Polizei versuchte seit dem frühen Morgen mit aller Macht Menschen davon abzuhalten, südlich der Elbe zu demonstrieren oder zu blockieren. Ohne Beachtung jedweder Verhältnismässigkeit setzte die Polizei massiv Wasserwerfer, Knüppel und Pfefferspray gegen DemonstrantInnen ein, um den Naziaufmarsch zu erzwingen. Doch die 20.000 BlockiererInnen liessen sich von dem Ziel nicht abbringen, den Naziaufmarsch zu blockieren. Dank flexibler Strategie und guter Vorbereitung konnten viele Tausend Menschen nach zum Teil mehreren Kilometern Demonstrationsweg von den Autobahnen in die Innenstadt und trotz massiver Polizeisperren und des rigiden Vorgehens der Ordnungshüter mehrere Orte rund um den Naziaufmarsch blockieren.

Auch dort und im ganzen Stadtgebiet kam es immer wieder zur Übergriffen durch Polizei und Nazis, es gab mehrere Dutzend zum Teil Schwerverletzte auf unserer Seite zu beklagen (Pepperball Einsatz gegen BlockiererInnen). Zum Teil konnten Naziübergriffe unter den Augen und dem Schutz der Polizei stattfinden, wie etwa der Angriff von rund 200 Nazis auf das alternative Wohnprojekt “Praxis” beweist (Youtube-Video, Spiegel Online). Insgesamt ist es der Entschlossenheit und dem Kampfgeist der GegendemonstrantInnen zu verdanken, dass viele Nazis den Rückwärtsgang einlegen mussten und es auf unserer Seite nicht noch mehr Verletzte gegeben hat.

Die aufgrund des geschickten Vorgehens der BlockierInnen zum Teil völlig überforderte Polizei stellte sich als nachtragend heraus: Als verlängerter Arm der völlig inakzeptablen Politik von Stadt und Staatsanwaltschaft vollzog man nach den Demonstrationen eine Razzia gegen vermeintliche Personen und Infrastruktur des Bündnisses Dresden Nazifrei (Taz-Artikel, Video vom Bündnis) – und das ohne schriftlichen Durchsuchungsbeschluss durch ein vermummtes und schwerbewaffnetes SEK.

Mehr zum Lesen und Schauen:

Schöner Video-Vericht von Leftvision über den Tag.

Presse:

Schön, dass so viele mitgemacht haben! Super, wie Ihr Euch alle eingesetzt habt!
¡No pasarán! ¡Pasaremos!
Wir als Antifaschistische Linke Düsseldorf schliessen uns der Aufforderung von Dresden Nazifrei nach diesem erfolgreichen Protest an:

Auch nächstes Jahr werden wir den Naziaufmarsch in Dresden blockieren und das, bis er Geschichte ist.

Achtung: Es wird für Düsseldorf ein Nachbereitungstreffen bzw. eine Veranstaltung dazu geben. Achtet auf weitere Ankündigungen!

Alle nach Dresden!

Auch dieses Jahr soll Europas größter Naziaufmarsch verhindert werden – die Mobilisierung läuft auf Hochtouren. In Düsseldorf sind mittlerweile beide Busse ausverkauft – sehr schön!

Wie umkämpft die öffentliche Meinung in Dresden war und wie sinnvoll unsere Blockaden sind, zeigt ein Bericht auf 3SAT über das “Warm Up” am vergangenen Wochenende in Dresden (1300 Nazis weit abgeschirmt von der Polizei vor 3500 GegendemonstrantInnen).

Aktuelle Infos zum kommenden Wochenende:

Blockade-Pläne veröffentlicht

Dresden Nazifrei auf Twitter

Bring zwei! Auf nach Dresden!

Churchill und Stalin taten es. Mono & Nikitaman, Nosliw, die Beatsteakes und viele viele andere tun es: Bring Zwei heißt die Kampagne, die dazu auffordert, zwei Leute mit nach Dresden zu den Blockaden gegen Europs größten Naziaufmarsch zu bringen.

Auch Ihr habt die Möglichkeit, noch Karten zu erstehen:

Im Linken Zentrum “Hinterhof”, Corneliusstr. 108:

10.02. ab 19.30 *Dresden Spezial*
kurzer Vortrag zum aktuellen Stand der Mobilisierung, Anfahrt, Blockaden
danach: Transpi malen, Schilder basteln und und und…..

15.02. zu Beginn des Kopfballplenums

16.02. im Rahmen des Infocafé mit den aktuellsten und letzten Infos aus Dresden

und im Buchladen BiBaBuze, Aachener Str. 1, Düsseldorf-Bilk


Stolberg (Rhld.): Erfolgreiches öffentliches Nicht-Blockadetraining

Trotz schikanöser Auflagen der Polizei nahmen rund 90 Menschen in Stolberg an einer öffentlichen Aktion zur Vorbereitung auf die Naziaufmärsche in Dresden und Stolberg teil. Aufgerufen hatte das Bündnis “Stolberg 2011- den Naziaufmarsch gemeinsam blockieren”. Die polizeilichen Auflagen bedeuteten ein de-facto-Verbot des eigentlich geplanten Blockadetrainings. Aufgrund eines Aufmarschsversuchs einiger NPD-Neonazis um W.Kunkel konnten die Anwesenden jedoch ihre Blockadeerfahrungen in der Realität direkt unter Beweis stellen: Das Durchfliessen von Polizeiketten, das Hinsetzen und Ineinander-Verschränken waren in Form eines Trainings und “szenischer” Darstellungen untersagt – in der Realität bewiesen couragierte Menschen jeden Alters und aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen jedoch, dass sie sich mit Mitteln des zivilen Ungehorsams auch unter widrigen Umständen Neonazis in den Weg stellen (bzw. setzen) können.

Satire gegen Polizeiauflagen

Nach Abzug der Neonazis wurde in Form einer künstlerischen Aktion dargelegt, was die Menschen laut Polizei auf keinen Fall in Form eines Blockadetrainings üben sollten: Das Blockieren eines Neonaziaufmarschs mit Mitteln des zivilen Ungehorsams, das verantwortungsvolle Verhalten in Räumungssituationen oder das nicht-eskalative Durchfliessen und Überwinden von Polizeiketten. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Kunstaktion als auch den Pressevertreterinnen und Pressevertretern dürfte klar geworden sein: Wer auf sich auf die Stolberger Polizei verlässt, bekommt statt eines Blockadetrainings einen Naziaufmarsch vor die Nase gesetzt – dies scheint immer mehr Menschen nicht nur in Stolberg zu stören.

Presse: Aachener Zeitung

Erfolgreiche Bilanz in Wuppertal: Naziaufmarsch massiv behindert

Nachdem am Samstag, dem 29.1.2011, mehrere tausend Menschen in der Wuppertaler Innenstadt gegen den Naziaufmarsch demonstrierten, blockierten AntifaschistInnen mehrere Bahnhöfe (u.a. in Solingen und den Auftaktort der Neonazis in Wuppertal-Unterbarmen) und sorgten so dafür, dass der Aufmarsch erst nach vier Stunden und einer brutalen Räumung durch die Polizei stattfinden konnte. Mit Knüppeln und massivem Pfefferspray-Einsatz ging die Polizei dabei immer wieder gegen GegendemonstrantInnen vor, auch gegen das breite Bündnis (Youtube, ab 01:20).
Ein Großteil der Nazis kam erst gar nicht bis zum Auftaktort; immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen von AntifaschistInnen mit Neonazis (Youtube) zu Ungunsten letzterer. Als die Polizei den Aufmarsch mit den verbliebenen paar Nazis trotz der Proteste durchsetzte, kam es entlang der Route immer wieder zu massiven Angriffen auf die Neonazi-Demo, so daß die Polizei die Neonazis zu ihrem eigenen Schutz in Bussen abtransportieren ließ.
Leider kam es zu etlichen Fest- und Gewahrsamnahmen im Anschluss.
Presse: WZ

Unser Fazit: Wuppertal ist alles andere, aber nicht “antifa-frei”, wie es die Nazis mit ihrer Demonstration forderten.

Go East! Mobilisierung gegen Naziaufmarsch in Dresden läuft auf Hochtouren

Am 19.2. Februar wollen wir mit vielen anderen tausend Antifaschistinnen und Antifaschisten Europas größten Neonaziaufmarsch in Dresden blockieren. Die Mobilisierung läuft bundesweite auf Hochtouren: Schon jetzt haben 140 Busse ihr Kommen zugesagt.

Tickets kaufen!

Auch aus Düsseldorf fahren Busse: Tickets gibt es für 15,-/20,- im Linken Zentrum und im Bibabuze!
Aus NRW fahren auch weitere Busse.

Informieren!

Zudem gibt es Infoveranstaltungen, wo Ihr Euch über den Stand der Dinge informieren könnt:

Do., 27.1., 19 Uhr, Infoveranstaltung der Linken im Bürgerhaus in den Bilker Arkaden
Do., 3.2., 19:30 Uhr, Infoveranstaltung der Antifa, ZAKK, Fichtenstr. 40

Auf ein kämpferisches Neues Jahr 2011!

Aneignungskämpfe gegen Umverteilung

Pünktlich zum Jahreswechsel beglückte uns der Verkehrsverbund Rhein Ruhr mit einer saftigen Preiserhöhung um rund 4% – zur Kasse sollen wieder einmal diejenigen gebeten werden, die sich eh keine Monatskarten oder ähnliches leisten können: Für Menschen, die von Hartz IV oder einer Grundsicherung leben müssen, sind monatlich 11,23 Euro für Fahrten mit Bus und Bahn vorgesehen, also gerade einmal ein Viererticket! Und dann die Preiserhöhung, obwohl die Einnahmen des VRR im letzten Jahr um satte 40 Millionen Euro gestiegen sind. Kein Wunder also, dass so manchen die Hutschnur platzt und AktivistInnen dieses Jahr zu einer Nulltarif-Kampagne in Rhein- & Ruhr aufrufen, auf die wir hier hinweisen möchten:

Nazis auch 2011 aktiv

Doch nicht nur soziale Schweinereien erwarten uns im neuen Jahr: Wie kaum anders zu erwarten, sind die Nazis zum Jahreswechsel obwohl von uns vorgeschlagen nicht einfach vom Erdboden verschwunden, sondern treiben auch weiterhin ihr Unwesen. Der braune Mist kommt gleich massenweise zum Vorschein: So steht Ende Januar gleich ein Aufmarsch der “Nationalen Sozialisten Wuppertal” (NaSoWpt) in Wuppertal, “unterstützt von der NPD Düsseldorf / Mettmann” und Mitte Februar Europas größter Naziaufmarsch in Dresden in’s Haus – um dann im April in Stolberg bei Aachen den Terminkalender komplett zu dominieren.

Grund genug für die antifaschistische Linke kurz inne zuhalten, ihre Inhalte, Strategien und Taktiken in einem breiten Bündnis auf einer antifaschistischen Konferenz zu diskutieren, um gemeinsam mit Euch allen den Nazis ihre Erlebniswelt der Aufmärsche, wie in Dresden 2010 vorgemacht, wegzunehmen.

Ihr seht: Es gibt einiges zu tun – kommt mit und kämpft mit uns!

Auf ein erfolgreiches kämpferisches 2011!

So wie es ist, bleibt es nicht

3. Dezember 2010 18:00bis5. Dezember 2010 14:00

Revolutionen finden bekanntlich nicht nur auf der Straße, sondern auch in Hörsälen statt. Zumindest mit Worten. Denn bekanntermassen kann die Kritik der Waffe die Waffe der Kritik nicht ersetzen. Und damit dies auch nicht blosse Atitüde bleibt, schliesslich geht es um Alles, haben die Genossinnen und Genossen eines befreundeten kommunistischen Bündnisses etliche gute und interessante Referentinnen und Referenten nach Bochum eingeladen:

…ums Ganze-Kongress zu Arbeit und Krise
3. bis 5.12.2010,Ruhruni Bochum

u.a. mit Michael Heinrich, Gerhard Stapelfeldt, Costas Lapavitsas, Thomas Sablowski, Werner Bonefeld, Rudi Schmidt, die Gruppe TPTG (Athen), Dirk Stegemann, Mag Wompel, Andrea Trumann, Klaus Dörre, Christoph Lieber, Karl Rauschenbach, Rüdiger Mats, Boris Buden, Frank Engster, Frieder Otto Wolf, Lars Röhm (FAU Berlin), Hans Jürgen Krahl Institut, Christian Frings

…und last but not least unseren Freundinnen und Freunden der Gruppe Dissident aus Marburg.