Antifaschistische Linke Düsseldorf

sometimes antisocial – always antifascist – alles andere sind Gerüchte

Tag: Dortmund

Alerta! bei Olga

Auf dem diesjährigen Umsonst-Und-Draussen-Festival „Olgas Rock“ im beschaulichen Ruhrgebietsstädtchen Oberhausen gab es neben einigen netten Bands (Pascow, Kraftklub etc.) und mehren tausend Besucherinnen und Besuchern zwei nicht-musikalische Ereignisse, die der Erwähnung wert sind.

Zum einen gab es mehrere Auseinandersetzungen mit „Autonomen Nationalisten“ (AN), die auf dem Gelände provozierten, vermeintliche Antifaschisten abfilmten und Konzertbesucher angriffen. Mehrere Nazis wurden des Festivals verwiesen oder von der Polizei festgenommen. Ein Beispiel, wie offensiv die AN im Ruhrgebiet auch in quasi alltäglichen Situationen auftreten – und Gegenwehr erfahren.

Olgas Crew kommt nach Dortmund

Offensichtlich hatten die Nazis nicht richtig auf die Bandliste des Festivals geschaut, spielten doch mit Pascow und Irie Revoltes Bands, die viele linke antifaschistische Besucherinnen und Besucher anlockten.

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Info-Veranstaltung: Den Naziaufmarsch in Dortmund verhindern!

29. August 2011
19:00

Am 3.9. wollen die Neonazis zum 7. Mal in Dortmund aufmarschieren, um ihren “Nationalen Antikriegstag” zu begehen. Auch in diesem Jahr wird es wieder zahlreiche Gegenaktivitäten geben. Nachdem es in den letzten Jahren gelungen ist, den Naziaufmarsch in die Öffentlichkeit zu rücken und auch die Zivilgesellschaft zu einer Positionierung zu zwingen, haben wir uns in diesem Jahr dazu entschieden offensiver gegen den Aufmarsch vorzugehen. Das Bündnis “Alerta! – DAB und antifaschistische Gruppen aus NRW” hat sich konstituiert, um den Widerstand unter dem Motto “Naziaufmarsch sabotieren, blockieren, verhindern!” auf die Straßen zu tragen.
Daneben gibt es zwei weitere Bündnisse, die zu Blockaden des Naziaufmarsches aufrufen. Es bewegt sich also einiges – wenn Ihr mitkommt! Wir rufen alle Antifaschist_innen auf, sich an den Gegenaktivitäten zu beteiligen. Ziel ist es, den Naziaufmarsch zu verhindern!
Vortrag & Letzte Infos:
29.8., Hinterhof / Linkes Zentrum, ab 19:00 / Begin 20:00

Ruhr Reggae: Alle gegen Nazis!

Love, peace and music

Mehrere tausend Menschen feiern am ersten Tag des Ruhr Reggae Festivals 2011 in Mühlheim an der Ruhr am Rande des Ruhrgebietes zu karibischen Klängen und Reggae Musik. Der Berliner Nosliw unterstreicht mit seinem Song „Nazis raus” sein antirassistisches und antifaschistisches Selbstverständnis – und die Zuschauer_innen quittieren sein Engagement mit lautem Beifall.
Danach kommen die Headliner des ersten Tages auf die Bühne: Mono & Nikitaman mit der Royal Flash Band. Mit Songs vornehmlich aus ihrem neuen Album „Unter Freunden“ bringen sie die Masse schnell zum Toben. Doch die Band kennt nicht nur Party und Spaß:

„Wenn wir könnten, würden wir sogar die Welt retten./ Nur weil wir feiern wollen, heißt das noch lange nicht, dass wir das Maul halten, mix Party und Politics.“

Songs mit jeder Menge textlicher Anspielungen u.a. gegen Atomkraft, gegen Ausbeutung und für ein selbstbestimmtes Leben finden sich auch in diesem Auftritt wieder. Die Masse ist begeistert.

Gegen Ende des Auftritts kommt ein Song über die “Clownsarmee”, die vor allem mit Mitteln und Methoden der Spaßguerilla bei Globalisierungs- oder Anti-Atomprotesten immer wieder zur Bereicherung der Aktionsformen beitragen. Und wie um die Vielfältigkeit verschiedener linker Protest- und Aktionsformen zu symbolisieren treten mit Beginn des Songs verschieden maskierte Aktivist_innen auf die Bühne. Einige tragen Masken von Guy Fawkes aus dem Comic und Film “V wie Vendetta”, die zuletzt beständig von Aktivist_innen des Anonymous Kollektivs benutzt wurden, um gegen Überwachung und autoritäre Regierungen zu protestieren. Wieder andere tragen Masken des Lucha Libre oder Theatermasken und erinnern ein wenig an die Superhelden und Überflüssigen, wieder andere sind mit Sturmhaube oder Tuch vermummt und symbolisieren den Black Block bzw. die autonome Antifa. Fahnen der antifaschistischen Aktion oder mit Aufdrucken gegen Homophobie werden zum Song geschwenkt.

Weiter lesen: Reggae, Bengalen, Naziaufmarsch…

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Den Naziaufmarsch am 03.09. in Dortmund sabotieren, blockieren, verhindern!

3. September 2011
08:00

Nachdem bereits das Bündnis Dortmund-Stellt-Sich-Quer und das bürgerliche Bündnis Dortmund Nazifrei zu Blockaden gegen den Naziaufmarsch Anfang September aufriefen, folgt nun der Aufruf des Antifa-Bündnisses Alerta! – DAB & Antifaschistische Gruppen aus NRW, an dem auch wir und zahlreiche andere Antifa-Gruppen aus NRW sich beteiligen, gegen den sogenannten “Antikriegstag” der Neonazis in Dortmund:

Für den 03.09.2011 mobilisieren Neonazis wieder zum so genannten Nationalen Antikriegstag nach Dortmund. Den seit 2005 jährlich stattfindenden Aufmarsch werden sie auch in diesem Jahr wieder dazu nutzen, um einen völkischen Antikapitalismus und Antiimperialismus zu propagieren, der stets mit Rassismus, Antisemitismus, Antiamerikanismus und Geschichtsrevisionismus einhergeht.

Die Dortmunder Naziszene

Insgesamt ist Dortmund eine Hochburg der so genannten „Autonomen Nationalist_innen” in Deutschland geworden. Nicht zuletzt durch einen stetigen Zuzug von Neonazi-Kadern aus der gesamten Bundesrepublik sind sie personell recht gut aufgestellt und verfügen mit einem hauseigenen Internetversandhandel und dem Nazi-Zentrum an der Rheinischen Straße über eine funktionierende und materiell gut ausgestattete Infrastruktur. Neben der Organisierung des „Nationalen Antikriegstags” verteilen sie in der Innenstadt oder vor Schulen Flugblätter und führen auch neben dem Großaufmarsch im September einige Aufmärsche und Kundgebungen durch. Daneben kommt es hin und wieder auch zu geplanten Angriffen auf linke Wohn- und Kulturprojekte sowie zu Übergriffen auf Menschen, die rechte Parolen nicht unkommentiert hinnehmen wollen und sich gegen Neonazis engagieren.

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Nichts und niemand ist jemals vergessen!

2. April 2011
16:00

Vor sechs Jahren, am 28. März 2005, wurde der Punker Thomas Schulz von einem Neonazi ermordet. Inmitten der U-Bahn-Station Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt wurde Thomas von dem damals 17-jährigen Sven Kahlin niedergestochen. Noch am selben Abend erlag Thomas im Krankenhaus seinen Verletzungen. Sein Mörder wurde daraufhin wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren verurteilt. Eine politische Motivation hatte die I. Große Strafkammer des Dortmunder Landgerichts bei Kahlin nicht erkennen können, auch wollte das Gericht nicht von Mord sprechen, da das “Mordmerkmal der Heimtücke” nicht gegeben gewesen sei.

Dortmunder AntifaschistInnen betreiben seit den Ereignissen am Ostermontag 2005 mit alljährlichen Kundgebungen, Demonstrationen und weiteren Aktionen wie Straßenumbenennungen aktive und erfolgreiche Gedenkpolitik, um auf den Mord und dessen politischen Kontext hinzuweisen. Nicht zuletzt auch der erneute Naziangriff auf die Kneipe Hirsch Q im Dezember 2010 gibt uns allen Anlass im Rahmen der Gedenkdemo auf die recht aktive Neonaziszene in Dortmund hinzuweisen und antifaschistischen Protest auf die Straße zu tragen.

Kommt zur antifaschistischen Demonstration:
02.04.2011 | 16:00 h | Dortmund | Hauptbahnhof (Vorplatz)

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Erneuter Naziangriff auf die „Hirsch-Q“ in Dortmund

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag versuchte eine Gruppe Neonazis die alternative Kneipe „Hirsch-Q“ in der Dortmunder Innenstadt anzugreifen. Der Angriff konnte durch die beherzte Gegenwehr der anwesenden Gäste vereitelt werden.

Um 1:10 erschienen auf der Brückstraße etwa 20 vermummte und schwarz gekleidete Neonazis, die auf die Menschenansammlung vor der Kneipe Hirsch-Q zuliefen. Unter „Sieg Heil“-Rufen und antisemitischen Beleidigungen begannen die Neonazis die aus einem in der Nähe befindlichen Schuttcontainer entnommenen Steine und mitgebrachten Flaschen auf die Anwesenden zu werfen.

Weiter lesen:

S4-Bündnis

Der Westen

Neonazi-Konzert in der Fussgängerzone von Dortmund

Wie das S4-Bündnis, ein Zusammenschluss Dortmunder Antifa-Gruppen, berichtet, sollen am Vorabend der neonazistischen Demonstration zum “Antikriegstag” (dem zentralen Event der “Autonomen Nationalisten”) mehrere Neonazi-Bands Open-Air, mitten in der Dortmunder Innenstadt spielen.
Mit mehreren hundert feiernden Neonazis hat die Dortmunder Polizei anscheinend kein Problem, sagt diesen sogar für den kommenden Tag einen störungsfreie Demonstration quer durch das migrantisch geprägte Viertel nördlich des Hauptbahnhofes zu und verlegt eine antifaschistische Demonstration statt dessen an den Rand der Stadt. Der x.te Skandal der Dortmunder Polizei im Umgang mit Neonazis – Es wird Zeit, dass die Dortmunder Polizeiführung zurücktritt!

Gegen den Neonaziaufmarsch am 4.9. mobilisiert neben besagtem Antifa-Bündnis zudem ein Bündnis aus linken Parteien und anderen Organisationen – diese wollen den Naziaufmarsch mittels Massenblockaden lahmlegen. Wir freuen uns, wenn das auch mal in Dortmund klappt.

3.9. Demo “Für ein Viertel ohne Nazis – Gegen rechte Gewalt und Nazimusik!” 16:00, Dortmund
4.9. Demo gegen den Naziaufmarsch, Dortmund
4.9. Blockade des Naziaufmarschs durch die Dortmunder Nordstadt

Visuelle Dortmund Nachbetrachtung

Das antifaschistische S4-Bündnis, das Aktivitäten gegen den alljährlichen “Antikriegsmarsch” der sogenannten Autonomen Nationalisten in Dortmund organisiert, hat eine Video-Nachbetrachtung ihrer Aktivitäten des letzten Jahres publiziert: