Zwischen Troika und Widerstand: Griechenland und die Perspektiven eines europäischen Widerstandes von unten

Veranstaltung mit griechischen GenossInnen aus sozialen Initiativen

Die Monate nach der Verabschiedung des dritten Memorandums waren gekennzeichnet durch eine weitere Verelendung breiter Bevölkerungskreise. So haben auf der einen Seite Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit zugenommen. Zugleich entluden sich Frust und Zorn der verschiedensten Bevölkerungsgruppen von den Bauern bis zu den Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Fast täglich kam und kommt es zu Demonstrationen, Blockaden und Streiks.
Die Regierung reagierte mit einer Verschärfung der Repression. Die freie Berichterstattung soll eingeschränkt werden, die Übergriffe der Polizei – einschließlich der Misshandlung und Folter von Festgenommenen – nahmen zu, langjährig besetzte Häuser und soziale Zentren wurden durch die Polizei geräumt.
Nachdem in den letzten drei Jahren das Arbeits- und Tarifrecht ausgehebelt und de facto beseitigt wurde, will die Regierung nun den arbeitenden Menschen und ihren Gewerkschaften das noch verbliebene Streikrecht nehmen.
Die Marktwirtschaft hat sich ihrer sozialen Sicherungssysteme entledigt. Die Anwendung von Notstandsgesetzen zur Verhinderung von Arbeitskämpfen stellt die Existenz unabhängiger Gewerkschaften selbst in Frage.
Wir wollen mit Genoss_innen aus verschiedenen Initiativen aus Athen und Thessaloniki die Entwicklung in Griechenland sowie die Perspektiven europäischen Widerstandes von unten diskutieren.
Mit Eurydike Bersi, Journalistin der Tageszeitung Kathimerini, Christos Giovanopoulos, Netzwerk von prekären und unbeschäftigten Arbeitern, Athen und einem/er Vertreter_in der solidarischen Gesundheitspraxis aus Thessaloniki.

Eine VA der Antifaschistischen Linken Düsseldorf im Rahmen der Blockupy-NRW Mobilisierung.
Donnerstag, 02.Mai 2013
ZAKK, Fichtenstraße 40, 40233 Düsseldorf
In Kooperation mit dem Referat für politische Bildung im AStA FH DU

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