1500 Menschen protestieren gegen Rassismus

Die Premiere des Düsseldorfer Ablegers der rassistischen Pegida-Bewegung,“DügIdA“, war ein R(h)einfall für die Rechtspopulisten: Lediglich 500 statt der der erwarteten 2000 TeilnehmerInnen fanden sich zur Kundgebung im deutschen Matsch vor dem Landtag ein – darunter viele organisierte Neonazis aus der Region. Anmelder Sebastian Nobile von der „German Defense League“ musst gar ohne die HauptorganistorInnen, die AFD-Mitglieder aus Düsseldorf, Angela und Alexander Heumann, am Auftakt auskommen. Alexander Heumann redete dann später ziemliches wirres Zeug von den 68ern, die den Islamismus produziert hätten.

Dortmunder Neonazis um die Partei „die Rechte“ wurden am HBF von der Polizei aufgehalten. Eine Sonder-Bahn der Rheinbahn bracht einen Teil von Ihnen direkt zum Auftakt. 30 von ihnen konnten so erst zur eigenen Abschlußkundgebungen unter Rufen wie „Hier marschiert der nationale Widerstand!“ vor dem Landtag auflaufen.

Eine alte Bekannte, Melanie Dittmer, neuerdings „Sektionsleiterin“ der rassistischen „Identitären Bewegung Bonn / Rhein-Sieg“ durfte als Abschlußrednerin die nächste DüGiDa-Demo ankündigen: Nächsten Montag in Bonn. Damit bleibt zu hoffen, dass der schwache Auftakt der Rechtspopulisten einen weiteren deutlichen Mobilisierungsabschwung erfahren wird.

1500 auf Gegenkundgebungen

Das bürgerliche Bündnis, organisiert vom Düsseldorfer Appell, beschränkte sich auf Reden und symbolische Gesten. Immerhin waren Vertreter alle Parteien, der Kirchen und Gewerkschaften anwesend – und der neue Düsseldorfer Oberbürgermeister sprach sich vor rund 500 Anwesenden gegen Rassismus aus. Leider blieb es dabei.

Unser linkes Bündnis aus VVN,Türkeizentrumm, Stay, Antifa etc. startete mit mehreren Redebeiträgen in direkter Nähe vor mehreren hundert Menschen im eiskalten Wetter – den Abend über fanden bis zu 1000 Menschen auf unsere Kundgebung. Mit einer Blockade der Strassenbahntrasse konnte die Anreise etlicher Nazis stark verzögert werden, Protest in Sicht- und Rufweite wurde nicht nur von unserer Kundgebung aus sondern auch direkt an der Naziroute durch engagierte AntifaschistInnen praktiziert. Wir glauben, dass wir so die „Erlebniswelt Rassistenaufmarsch“ noch ein wenig unattraktiver machen und klar machen konnten, dass Rassisten in Düsseldorf -und überall- nichts verloren haben.
Ein Dank geht raus an alle, die trotz des miesen Wetters dabei waren.

Antifaschistische Linke Düsseldorf, 9.12.2014

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