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Und tschüss: 24 Festnahmen bei Razzia gegen das neonazistische „Aktionsbüro Mittelrhein“

Am gestrigen Dienstag, dem 31.3., wurde eine Großrazzia gegen 30 Personen der Neonazi-Szene im Rheinland durchgeführt. Vorgeworfen wird ihnen Bildung oder Unterstützung der kriminellen Vereinigung „Aktionsbüro Mittelrhein“, Landfriedensbruch und Körperverletzung.  Das Aktionsbüro soll schwerpunktmäßig „Anti-Antifa“-Arbeit gemacht haben, d.h. das Ausspähen und notfalls gewaltsame Einschüchtern des politischen Gegners vorgenommen haben.

Aus Düsseldorf ist der Kopf der hiesigen Neonazi-Szene, Sven Skoda, festgenommen worden. Zu den Festgenommenen zählen zudem der bundesweit bekannte Neonazi Axel Reitz, der Kölner Paul Breuer (die bereits eine Gefängnisstrafe absaßen) und Sebastian Ziesemann aus Erftstadt.Die beiden letztgenannte waren auch bei einem Angriff auf das alternative Wohnprojekt „Praxis“ in Dresden anlässlich des Neonaziaufmarsch-Versuches 2011 beteiligt, wie AntifaschistInnen offenlegten [1, 2, Youtube-Video].

Die Düsseldorfer Rheinische Post berichtet ausführlich über Sven Skoda und unser Interventionen gegen ihn. Noch mehr Hintergründe gibt es beim BNR und der Mobilen Beratung.

Razzien gegen Antifa

Am 12. April 2011 kam es in mehreren Bundesländern zu Hausdurchsuchungen bei linken Aktivisten, mehrheitlich in Sachsen. Die Dresdner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Betroffenen wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung. Mit einem solchen Verfahren wird in der Regel stets sehr umfangreich gegen linke Strukturen und Aktive ermittelt, verurteilt wurde in der Vergangenheit kaum einer.

Erst am 19. Februar 2011, als tausende Menschen einen Naziaufmarsch in Dresden verhinderten, stürmten vermummte SEK-Truppen das Büro von „Dresden Nazifrei“ und zeigten eindeutig wo für die sächsische Justiz und Politik der Feind steht.

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