Schlagwort-Archiv: Stolberg

Stolberg 2012 – Gemeinsam den Naziaufmarsch blockieren!

Seit 2008 instrumentalisieren Nazis den Tod eines Jugendlichen in Stolberg für ihre rassistische Propaganda. Dabei ist ihr Ziel in Stolberg einen Märtyrerkult aufzubauen, ähnlich dem, der etwa im schwedischen Salem besteht. In Neonazikreisen setzte sich eine Konstruktion der Ereignisse durch, die auf Opfermythos, Märtyrerkult und Rassismus setzt. Es wurde ein Bild gezeichnet, nachdem die Tat nur ein weiteres Beispiel, für eine ständige Verfolgung „der Deutschen“ durch MigrantInnen, durch Linke und durch eine breite Öffentlichkeit sei, gegen die sie sich gemeinsam, entschlossen und gewaltsam zur Wehr setzten müssten. Kevin P., der Getötete wurde stilisiert zum »Held, der für Deutschland fiel«, zum »Soldat, im Kampf ermordet«, zum »Märtyrer für die national(sozialistisch)e Sache«, eben als einer der ihren. Und wenn schon nicht einer der ihren, denn in dieser Frage sind sich die Neonazis nicht einig, so war er doch wenigstens »ein junger Deutscher«. Dass es sich bei dem Streit um einen sogenannten Beziehungsstreit handelte, erwähnten sie nicht.
Für die Nazis entwickelt sich Stolberg zu einer Großveranstaltung. So versammeln sich jedes Jahr im April zwischen 500 und 800 Nazis in Stolberg um ein symbolisches Datum zu schaffen, mit dem bundes-, wenn nicht europaweit ein Aufmarschanlass geschaffen und zudem eine teils taktisch zerstrittene Szene geeint werden kann.

Gemeinsame Zuganreise aus NRW – Treffpunkt für Düsseldorf:
07.04. – 8.20 Hbf, Ufa Palast

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4 Stunden Blockade in Stolberg

Über 1000 GegendemonstrantInnen aus vielen Städten NRWs und anderen Bundesländern sowie aus Belgien und den Niederlanden kamen, um die Blockaden des “Bündnisses gegen den Naziaufmarsch in Stolberg” zu unterstützen. Darüber hinaus gab es viel Zuspruch und Unterstützung von Seiten der Stolberger Bevölkerung.

Der Ablauf des Naziaufmarsches wurde zu Anfang von 700 Menschen am Hauptbahnhof und im Laufe des Tages durch viele kleinere Blockaden auf Schienen und Straßen um vier Stunden verzögert.

Doch auch die Proteste des Vorjahres zeigten Erfolg, da deutlich weniger Nazis als im Vorjahr durch Stolberg zogen, um ihrer menschenverachtenden und nationalsozialistischen Propaganda Ausdruck zu verleihen.

Während die Polizei den Aufmarsch der Nazis wieder einmal durchsetzte, hielt sie einen größeren antifaschistischen Demonstrationszug zur angemeldeten Kundgebung mit kaum nachvollziehbaren Argumenten mehrere Stunden auf.

Weiterlesen: Pressemitteilung des Bündnis

Stolberg 2011 – Den Naziaufmarsch gemeinsam blockieren!

In und um Aachen hat sich in den letzten Jahren eine aktive und gewalttätige Naziszene gebildet. So kam es zu zahlreichen Übergriffen, zu Körperverletzungen, zu Drohungen, zu einer Schändung des jüdischen Friedhofs und zu Angriffen auf Orte, in denen sie GegnerInnen vermuten.
Schaut man auf die Zustände in Aachen, drängt sich ein Zusammenhang mit den seit 2008 stattfindenden Großaufmärschen in Stolberg/Rheinland auf. Dort marschieren jährlich zwischen 500 und 800 Nazis und nutzen den Tod eines Jugendlichen für ihre rassistische Propaganda.

Gegen all das hat sich ein breites Bündnis gegründet, mit dem Ziel den Naziaufmarsch durch Massenblockaden zu verhindern.
Kommt am 8. und 9. April 2011 nach Stolberg (Rhld.)!
Gemeinsam können wir sie stoppen!

Aus Düsseldorf fahren wir gemeinsam hin!

4. April 2011 | 19:00 Uhr | Linkes Zentrum Hinterhof | Corneliusstr. 108 40225 Düsseldorf
Infoveranstaltung mit einer/einem VerteterIn des Stolberger Bündnis

8.April, abends, Stolberg
Protest gegen den Fackelmarsch der Neonazis

9.April, Stolberg
Blockade des Naziaufmarsches

NEU: Anreise aus Düsseldorf zu den Blockaden am 09. April:
Treffpunkt 8.15 Uhr Ufa Palast / Hauptbahnhof

Ticker:

Stolberg 2011 – Den Naziaufmarsch gemeinsam blockieren! weiterlesen

We blocked it! Von Dresden nach Stolberg

Am 19.2. blockierten mehrere tausend Antifaschistinnen und Antifaschisten Europas größten Naziaufmarsch in Dresden. Mit rund 260 Bussen war es eine der größten und erfolgreichsten Antifa-Mobilisierungen in der BRD. Doch der Sieg musste hart erkämpft werden und gegen eine eskalative Polizeistrategie durchgesetzt werden.

Wir wollen gemeinsam mit Euch den Tag resümieren und eine Einschätzung diskutieren. Was heißt der Erfolg von Dresden für regionale Mobilisierungen, wie etwa den Naziaufmarsch in Stolberg im April?

Diskussionsveranstaltung mit Videobeiträgen
im Linken Zentrum Hinterhof

Stolberg (Rhld.): Erfolgreiches öffentliches Nicht-Blockadetraining

Trotz schikanöser Auflagen der Polizei nahmen rund 90 Menschen in Stolberg an einer öffentlichen Aktion zur Vorbereitung auf die Naziaufmärsche in Dresden und Stolberg teil. Aufgerufen hatte das Bündnis “Stolberg 2011- den Naziaufmarsch gemeinsam blockieren”. Die polizeilichen Auflagen bedeuteten ein de-facto-Verbot des eigentlich geplanten Blockadetrainings. Aufgrund eines Aufmarschsversuchs einiger NPD-Neonazis um W.Kunkel konnten die Anwesenden jedoch ihre Blockadeerfahrungen in der Realität direkt unter Beweis stellen: Das Durchfliessen von Polizeiketten, das Hinsetzen und Ineinander-Verschränken waren in Form eines Trainings und “szenischer” Darstellungen untersagt – in der Realität bewiesen couragierte Menschen jeden Alters und aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen jedoch, dass sie sich mit Mitteln des zivilen Ungehorsams auch unter widrigen Umständen Neonazis in den Weg stellen (bzw. setzen) können.

Satire gegen Polizeiauflagen

Nach Abzug der Neonazis wurde in Form einer künstlerischen Aktion dargelegt, was die Menschen laut Polizei auf keinen Fall in Form eines Blockadetrainings üben sollten: Das Blockieren eines Neonaziaufmarschs mit Mitteln des zivilen Ungehorsams, das verantwortungsvolle Verhalten in Räumungssituationen oder das nicht-eskalative Durchfliessen und Überwinden von Polizeiketten. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Kunstaktion als auch den Pressevertreterinnen und Pressevertretern dürfte klar geworden sein: Wer auf sich auf die Stolberger Polizei verlässt, bekommt statt eines Blockadetrainings einen Naziaufmarsch vor die Nase gesetzt – dies scheint immer mehr Menschen nicht nur in Stolberg zu stören.

Presse: Aachener Zeitung

Auf ein kämpferisches Neues Jahr 2011!

Aneignungskämpfe gegen Umverteilung

Pünktlich zum Jahreswechsel beglückte uns der Verkehrsverbund Rhein Ruhr mit einer saftigen Preiserhöhung um rund 4% – zur Kasse sollen wieder einmal diejenigen gebeten werden, die sich eh keine Monatskarten oder ähnliches leisten können: Für Menschen, die von Hartz IV oder einer Grundsicherung leben müssen, sind monatlich 11,23 Euro für Fahrten mit Bus und Bahn vorgesehen, also gerade einmal ein Viererticket! Und dann die Preiserhöhung, obwohl die Einnahmen des VRR im letzten Jahr um satte 40 Millionen Euro gestiegen sind. Kein Wunder also, dass so manchen die Hutschnur platzt und AktivistInnen dieses Jahr zu einer Nulltarif-Kampagne in Rhein- & Ruhr aufrufen, auf die wir hier hinweisen möchten:

Nazis auch 2011 aktiv

Doch nicht nur soziale Schweinereien erwarten uns im neuen Jahr: Wie kaum anders zu erwarten, sind die Nazis zum Jahreswechsel obwohl von uns vorgeschlagen nicht einfach vom Erdboden verschwunden, sondern treiben auch weiterhin ihr Unwesen. Der braune Mist kommt gleich massenweise zum Vorschein: So steht Ende Januar gleich ein Aufmarsch der “Nationalen Sozialisten Wuppertal” (NaSoWpt) in Wuppertal, “unterstützt von der NPD Düsseldorf / Mettmann” und Mitte Februar Europas größter Naziaufmarsch in Dresden in’s Haus – um dann im April in Stolberg bei Aachen den Terminkalender komplett zu dominieren.

Grund genug für die antifaschistische Linke kurz inne zuhalten, ihre Inhalte, Strategien und Taktiken in einem breiten Bündnis auf einer antifaschistischen Konferenz zu diskutieren, um gemeinsam mit Euch allen den Nazis ihre Erlebniswelt der Aufmärsche, wie in Dresden 2010 vorgemacht, wegzunehmen.

Ihr seht: Es gibt einiges zu tun – kommt mit und kämpft mit uns!

Auf ein erfolgreiches kämpferisches 2011!

Call for Action: Stolberg 2011 – Sie werden nicht durchkommen!

Seit 2008 instrumentalisieren Nazis den Tod eines Jugendlichen in Stolberg bei Aachen für ihre rassistische Propaganda.
In Neonazikreisen setzte sich eine Deutung der Ereignisse durch, die auf Opfermythus, Märtyrerkult und Rassismus setzt.
Jedes Jahr im April sammeln sich zwischen 500 und 800 Nazis um einen Fackelmarsch und eine Großdemonstration abzuhalten. Sie wollen damit bundesweit einen Aufmarschanlass schaffen und mit dieser Massen-Inszenierung ihren eigenen Zusammenhang stärken.

Bereits jetzt hat sich ein breites Bündnis formiert, dass den Aufmarsch im nächsten Jahr blockieren möchte.

Unterstützt den Aufruf!

Unser Aufruf wird bereits von vielen Gruppen und Einzelpersonen unterstützt. Mit dabei sind z.B. GewerkschaftlerInnen, Bundestagsabgeordnete, Musiker, Antifa-Gruppen und verschiedene Parteien.

Kommt im April 2011 nach Stolberg! Wir werden mit allen gemeinsam, die den Nazis und ihrer Ideologie keinen Raum geben wollen, den Naziaufmarsch in Stolberg blockieren.