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Hallo, Ihr Trottel!

Ein Film vom Medienprojekt Wuppertal über die Proteste gegen den Naziaufmarsch am 29.01.2011 in Wuppertal.

Für den 29. Januar meldet der Kölner Neonazi Axel Reiz in Wuppertal eine Demonstration »gegen Antifaschismus« an. Das »Wuppertaler Bündnis gegen Nazis«, welches ein breites Spektrum von allen Ratsparteien, Kirchen, Gewerkschaften, vielen Vereinen und BürgerInnen bis zum Autonomen Zentrum und Antifa angehören, mobilisiert für diesen Tag dazu, den Naziaufmarsch zu verhindern.

Der Film, der von sechs Teams junger FilmemacherInnen gedreht wurde, zeigt den Ablauf des Tages:
Redeausschnitte des Oberbürgermeisters Peter Jung und des NRW-Integrationsministers Guntram Schneider Statements von Wuppertaler BürgerInnen und DemonstrationsteilnehmerInnen; Aktionen der Rebell-Clowns
Versuche zur Verhinderung des Naziaufmarsches und Reaktionen der Polizei; Übergriffe der Polizei auf DemonstrantInnen Festnahme von 40 Neonazis durch die Polizei Interview mit dem Neonazi Axel Reiz Begleitung des Zusammentreffens, der Demonstration und der Reden der Nazis;
Einschätzungen zum Verlauf des Tages
Der Film zeigt, wie stark ein breites Bündnis gegen Faschismus und Rassismus sein kann, aber auch wie stark die Nazis hier in Wuppertal – beschützt von der Polizei – aufgetreten sind und welche Gefahr von ihnen mit ihrer hasserfülltem Auftreten und ihren gewaltaufrufenden, antidemokratischen, menschenverachtenden Reden ausgeht.

offen ab 19:00Uhr/Film ab ca. 20:30 Uhr
im Linken Zentrum Hinterhof

Veranstaltung in Kooperation mit Café Bunte Bilder

Erfolgreiche Bilanz in Wuppertal: Naziaufmarsch massiv behindert

Nachdem am Samstag, dem 29.1.2011, mehrere tausend Menschen in der Wuppertaler Innenstadt gegen den Naziaufmarsch demonstrierten, blockierten AntifaschistInnen mehrere Bahnhöfe (u.a. in Solingen und den Auftaktort der Neonazis in Wuppertal-Unterbarmen) und sorgten so dafür, dass der Aufmarsch erst nach vier Stunden und einer brutalen Räumung durch die Polizei stattfinden konnte. Mit Knüppeln und massivem Pfefferspray-Einsatz ging die Polizei dabei immer wieder gegen GegendemonstrantInnen vor, auch gegen das breite Bündnis (Youtube, ab 01:20).
Ein Großteil der Nazis kam erst gar nicht bis zum Auftaktort; immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen von AntifaschistInnen mit Neonazis (Youtube) zu Ungunsten letzterer. Als die Polizei den Aufmarsch mit den verbliebenen paar Nazis trotz der Proteste durchsetzte, kam es entlang der Route immer wieder zu massiven Angriffen auf die Neonazi-Demo, so daß die Polizei die Neonazis zu ihrem eigenen Schutz in Bussen abtransportieren ließ.
Leider kam es zu etlichen Fest- und Gewahrsamnahmen im Anschluss.
Presse: WZ

Unser Fazit: Wuppertal ist alles andere, aber nicht „antifa-frei“, wie es die Nazis mit ihrer Demonstration forderten.