Rassismus der Machteliten – Die „Sarrazin-Debatte“

Veranstaltungstipp:

Vom Rassismus der Machteliten

Der Versuch einer vorläufigen Bilanz der “Sarrazin-Debatte”

Referent: Jörg Kronauer (Antirassistisches Bildungsforum Rheinland)

Vom “dummen Kopftuchmädchen” bis zum “Juden-Gen”: Kaum jemals haben offen rassistische, antisemitische Ressentiments eine solch massenhafte Verbreitung in der deutschen Öffentlichkeit gefunden wie in der Debatte um diverse Pamphlete des Ex-Bundesbankers Thilo Sarrazin. Neu ist nicht der Inhalt: Viele von Sarrazins Behauptungen kennt man schon seit Jahren aus Publikationen der extremen Rechten. Neu ist, dass Teile der deutschen Machteliten und deshalb auch Leitmedien und renommierte Verlage auf den rassistischen Zug aufspringen. Innerhalb von wenigen Wochen hat der Bertelsmann-Konzern gut 650.000 Exemplare von Sarrazins jüngstem Machwerk verkauft, in der einst linksliberalen Süddeutschen Zeitung springt ein früherer SPD-Bundesbildungsminister dem Autor bei und verlangt, man müsse in Deutschland wieder öfter von “Rasse” reden. Die Woge der Aufregung flaut mittlerweile ein wenig ab – Zeit, Bilanz zu ziehen. Was ist anders nach der “Sarrazin-Debatte”? Hat sie der extremen Rechten genutzt? Wird sich eine Partei rechts der Union etablieren? Mutieren die zukünftigen Exzesse des sogenannten Party-Nationalismus nun endgültig zur Rassisten-Party – mit fatalen Folgen für Menschen mit Migrationshintergrund? Und vor allem: Was bezwecken die deutschen Machteliten mit der Öffnung massenmedialer Schleusen für übelste Ressentiments gegen migrantische Unterschichten?

Veranstaltet vom Antifa-AK an der FH Düsseldorf und der AG INPUT, in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland.

Ort: Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf
Beginn: 19 Uhr, Eintritt ist frei

Call for Action: Stolberg 2011 – Sie werden nicht durchkommen!

Seit 2008 instrumentalisieren Nazis den Tod eines Jugendlichen in Stolberg bei Aachen für ihre rassistische Propaganda.
In Neonazikreisen setzte sich eine Deutung der Ereignisse durch, die auf Opfermythus, Märtyrerkult und Rassismus setzt.
Jedes Jahr im April sammeln sich zwischen 500 und 800 Nazis um einen Fackelmarsch und eine Großdemonstration abzuhalten. Sie wollen damit bundesweit einen Aufmarschanlass schaffen und mit dieser Massen-Inszenierung ihren eigenen Zusammenhang stärken.

Bereits jetzt hat sich ein breites Bündnis formiert, dass den Aufmarsch im nächsten Jahr blockieren möchte.

Unterstützt den Aufruf!

Unser Aufruf wird bereits von vielen Gruppen und Einzelpersonen unterstützt. Mit dabei sind z.B. GewerkschaftlerInnen, Bundestagsabgeordnete, Musiker, Antifa-Gruppen und verschiedene Parteien.

Kommt im April 2011 nach Stolberg! Wir werden mit allen gemeinsam, die den Nazis und ihrer Ideologie keinen Raum geben wollen, den Naziaufmarsch in Stolberg blockieren.

30. Oktober 2010: Auf nach Velbert! Der Neonazidemo in Neviges entgegentreten!

Für den 30. Oktober 2010 haben neonazistische Gruppen eine demonstrative Aktion am Bahnhof des Velberter Stadtteils Neviges angemeldet, knapp 30 Minuten per Bahn oder Auto von Düsseldorf entfernt im benachbarten Kreis Mettmann gelegen. Motto: „Gegen Gewalt und Überfremdung! – Kriminelle Ausländer raus!“ Als vermeintlicher Anlass wird eine Prügelei im sechs Kilometer entfernten Velberter Herminghauspark angeführt. Eine „Gruppe Türken und Marokkaner“ habe angeblich „deutsche Jugendliche“ angegriffen, einer der deutschen Jugendlichen sei dabei derartig schwer verletzt worden, dass er sich anschließend sogar ambulant (sic!) habe behandeln lassen müssen.

Kundgebung: 30.10.2010
10:00 Uhr, Velbert Neviges Busbahnhof

Der Aufruf antifaschistischer Gruppen aus Düsseldorf zu Gegenaktivitäten in Velbert:

„30. Oktober 2010: Auf nach Velbert! Der Neonazidemo in Neviges entgegentreten!“ weiterlesen

Naziaufmarsch in Velbert

Neonazis aus Velbert mobilisieren zu einer Demo / Kundgebung am Nevigeser Busbahnhof in Velbert am 30.10. 2010 – 12:00 Uhr. Unter dem Motto  „Multikultur ist sozialer Krieg – Gegen Gewalt und Überfremdung! Kriminelle Ausländer raus!“  wollen die Nazis aus dem Spektrum der NPD und der „autonomen Nationalisten“ ihre rassistische Hetze gegen Migrantinnen und Migranten in die Kleinstadt im Kreis Mettmann tragen. Zu deren Unterstützern gehören bisher die  AG Rheinland, Freies Netz Köln, die Kameradschaft Aachener Land und der NPD KV Düsseldorf/Mettmann. Der Anmelder der Demonstration ist laut Informationen der Antifa Velbert der wegen Volksverhetzung, Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole und Verstoßes gegen das Uniformverbot auf einer Demonstration mehrfach vorbestrafte Axel Reitz, langjähriger Aktivist aus dem Spektrum der neonazistischen Kameradschaften.

Velbert verfügt über eine seit Jahren aktive Neonaziszene, die schon in den Neunzigern  („Siepensturm“) Linke terrorisierte und sich heute vor allem im Umfeld von rechten Bands wie Dux et Patria, Mahnwache, Projekt Aaskereia und Notwehr sammelt.

Die Antifa Velbert und das Bündnis „Neviges Nazifrei“ mobilisieren zu einer Kundgebung nach Velbert-Neviges:

30.10.2010 – 10:00 Uhr – Bahnhof / Neviges-Markt, Velbert

FARE-Aktionswoche gegen Rassismus und Ausgrenzung

In der FARE-Aktionswoche organisieren verschiedene Initiativen und Fangruppen europaweit Aktionen, Veranstaltungen und Publikationen gegen Rassismus und Ausgrenzung im Fussball. Auch bei Fortuna Düsseldorf findet dieses Jahr diese Aktionswoche wieder statt – vom 15.10. bis zum 10.11. statt – mit Aktionen im Stadion, einer Gedenkstättenfahrt, einer alternativen Stadtführung, Filmen und vielfältige Veranstaltungen u.a. zu Homophobie im Stadion, Styles und Symbole neonazistischer Gruppen und dem Zusammenhang von „Ultras, Politik und Rechtsextremismus“.

15.10.: “Refugees Welcome Day” | 17.10. Gedenkstättenfahrt | 19.10. Film: „Football is Freedom“ | 21.10. Film „Partisan_innen im Piemont“ | 23.10. Stadtrundgang | 25.10. „Ultras, Politik und Rechtsextremismus“ | 28.10. „Das Versteckspiel – Lifestyle, Symbole und Codes von neonazistischen und rechten Gruppen“ | 30.10. Party „United colours of Fortuna Düsseldorf“ | 01.11. aktion im Stadion | 10.11. „Der Kampf gegen Homophobie im Fußball – was muss vor Ort konkret passieren?“

Mehr Infos auf der Seite des Fanprojekts.

Antifa-Konzert: Mono & Nikitaman

Schlag Alarm: Nach scheinbar endloser Abwesenheit kommen das Reggae/Dancehall-Duo Mono & Nikitaman samt Band nach Düsseldorf ! Mit Songs gegen Nazis, gegen Rassismus und Überwachung, gegen Globalisierung und kapitalistische Ausbeutung sind M&N eine der politichsten deutschsprachigen Acts des Genres.

Support bekommen M&N von dem Mighty Mammut Movment aus Düsseldorf, die zuletzt auf dem Edelweisspiraten-Festival zu begeistern wussten.

Freitag, 22.10.
Eintritt: 12,- EUR erm. + VVK
19:00 Uhr (pünktlich!)
Zakk – Club, Fichtenstr. 40

Subkulturelle Farbenlehre: Die Grauzone

Rechte Lebenswelten zwischen Punk, OI, Hip-Hop und Böhsen Onkelz

Immerhin: „Gegen Nazis“ sind viele, die sich in Subkulturen oder in der Populärkultur bewegen – Frei.wild-Fans auf der Fußball-Fanmeile oder auch OI-AnhängerInnen, die die Politik sowieso ablehnen. Doch jenseits der White-Power-Rockmusik etablieren sich rechte Lebenswelten, für die die Kategorie „Nazis“ genauso wenig zutrifft wie das Label „unpolitisch“. Sie sind irgendwo dazwischen, in der Grauzone. Diese Grauzone reicht weit hinein in „alternative“ Szenen und bedeutet einen zunehmenden Raumverlust für linke, emanzipatorische Ideen.

Die Veranstaltung wird den folgenden Fragen nachgehen: Wo beginnt die Grauzone, wo hört sie auf? Wieso erlebt sie heute Dynamik? Und was sind eigentliche „rechte Lebenswelten“?

Entsprechende Strömungen im Punk, OI, Hardcore, Metal und Hip-Hop sind ebenso Thema wie die Popkultur von Böhse Onkelz und Frei.wild. Zum Einen wird anhand von Beispielen aufgezeigt, wie eng manch „unpolitische“ KünsterInnen aus der Grauzone mit extrem rechten Milieus verwoben sind. Zum Anderen gibt es unappetitliche Einblicke in reaktionäre Männerwelten, Spießbürgerliche Rebellionsfantasien und Wertebilder, die auf Ballermannpartys und in Bildungszeitungs-Leserbriefen wahrlich besser aufgehoben wären als in links codierten Szenen.

Der Referent Michael Weiss vom apabiz in Berlin ist alternder Punkrocker, der sich dafür schämt, dass es so weit kommen konnte. Er bietet ganz bestimmt keine objektive Sicht der Dinge.

Mittwoch 27.10.10 ab 19:30 Uhr
Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, 40215 Düsseldorf

Veranstalter: Antifa-AK an der FH Düsseldorf und AG INPUT, in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland.

Freitag 01.10.10 ab 19:00 Uhr
Lasst die Kohle in der ErdeChaos Catering
Mobilisierungsvortrag
+ vegane Vokü + Kneipe

Im Rahmen des globalen Aktionstages für Klimagerechtigkeit am 12. Oktober finden in der Woche vom 10. bis 17. weltweit Aktionen für Klimagerechtigkeit statt. In Deutschland wird ein wichtiges Ziel das rheinische Braunkohlerevier sein – mit RWE Power als größtem CO2-Verschmutzer Europas.


Samstag 02.10.10 ab 20:00 Uhr
Cable Street Beat KneipeCable Street Beat
Jeden ersten Samstag im Monat die CSB-Kneipe mit Ska, Soul, Punk, Reggea Beschallung – Tanzen erlaubt!
Sonntag 03.10.10 ab 13:00 Uhr
Aufräumtag
Allseitsbeliebt, endlich öffnet sich der Aufräumtag für alle Menschen, die sich mit dem Zentrum identifizieren. Du wolltest DIY (Do-It-Yourself), DIT (Do-It-Together) und Selbstorganisation einmal hautnah erleben ? Heute ist dein Tag !
Mittwoch 06.10.10 ab 19:00 Uhr
FnB-CaféChaos Catering
Vegane Vokü und Infos über Food not Bombs

Heute: “The Cove”

Aktivisten dringen mit Kameras in eine Bucht im japanischen Taijii ein, um schockierende Bilder zu liefern. Jedes Jahr werden dort Delfine zusammengetrieben um gefangen oder getötet zu werden. Der Film dokumentiert die blutige Tradition und zeigt ihr Verhältnis zur Ideologie der menschlichen Erhabenheit auf.

Veganes Sushi ab 19 Uhr
Film ab 20 Uhr


Donnerstag 07.10.10 ab 19:00 Uhr
Das 7. KreuzCafé Bunte Bilder
Die Verfilmung (1944) des Romans: Das 7. Kreuz von Anna Seghers.
Nazi-Deutschland 1936: Im Konzentrationslager Westhofen sitzen einige politische Häftlinge. 7 von ihnen beschließen, in einer Nacht zu fliehen. Die Flucht gelingt, aber der Lagerkommandant beschließt, an den entkommenden Häftlingen ein Exempel für alle weiteren Ausbruchsversuche zu statuieren. Er lässt mitten auf dem Gelände sieben Kreuze aufstellen, an dem die Flüchtlinge nach ihrer Ergreifung aufgehangen werden und qualvoll sterben sollen. Seinen Truppen befiehlt er, mit aller Gewalt nach den Sieben zu suchen.
cafe offen ab 19.00 uhr
film ab ca. 20 uhr

Sonntag 10.10.10 ab 12:00 Uhr
Mitmach-BrunchBrunch B
Veganer D.I.Y.-Brunch. Also bitte was zu Essen mitbringen und wohlfühlen!
linkes-zentrum.de/brunch-b

Dieser Termin fällt leider aus
Montag 11.10.10 ab 19:00 Uhr
Musik-Bingo
wie der name schon sagt.
Montag 11.10.10 ab 20:00 Uhr
Rechtsentwicklung in UngarnInput
Rechtsentwicklung, Antisemitismus und extreme Rechte in Ungarn

ACHTUNG:
Diese INPUT-Spezial-Veranstaltung mit der Kulturwissenschaftlerin Magdalena Marsovszky aus Budapest wurde örtlich verlegt und findet nun im zakk (www.zakk.de) statt.

Die Veranstaltung findet auch statt am

12.10. in Dortmund (19.30, KulturHaus Taranta Babu)
13.10. in Bielefeld (20.00, Bürgerwache)
14.10. in Münster (20 Uhr, FH)
25.10. in Bonn (20.00, Le Sabot)
26.10. in Trier (20.00 Uhr, Multikulturelles Zentrum)
27.10. in Koblenz (19.30, Medienladen)
28.10. in Mörfelden-Walldorf (19.30, Museum Mörfelden)

Nähere Infos unter Email: bildungsforum@gmx.de


Mittwoch 13.10.10 ab 18:00 Uhr
Antifa-CaféAntifa KOK
Castor 2010

Schon jetzt mobilisieren bundesweit zahlreiche Gruppen aus unterschiedlichsten Spektren und Initiativen zu Protesten ins Wendland. Auch in Düsseldorf arbeitet ein Bündnis zum Thema Castortransport im November.
Wir wollen euch einen Überblick darüber geben, welche Veranstaltungen in
Düsseldorf angeboten werden und was für Möglichkeiten des Protestes es
im Wendland geben wird.
Dabei wollen wir keinen langen Vortrag halten, sondern vor allem eure Fragen rund um die geplanten Aktionen und Proteste im November beantworten.


Freitag 15.10.10 ab 18:00 Uhr
“Go Vegan or Go to Hell?!”Veganer Fortschritt
Workshop: Kritik(en) an veganer/n Identitätspolitik(en)

Heutzutage in der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung aktiv zu sein, ohne gleichzeitig vegan zu „sein“, ist für viele fast schon undenkbar geworden. Mögen die Aktivist_innen sonst auch an vielen Stellen unterschiedlicher Meinung sein, der Nichtkonsum bestimmter Produkte als Kritik am herrschenden Mensch-Tier-Verhältnis eint sie – und grenzt sie von allen Anderen ab.


Montag 18.10.10 ab 19:00 Uhr
Dont Panic – Die Computerkneipedon’t panic
Freiraum2.0 – „Was ist eigentlich ein Hackerspace ? Und was machen die da die ganze Nacht?“
Wir haben das Chaosdorf aus Düsseldorf und den Fnordeingang aus Neuss zu Gast, reden über Projekte hier in der Nähe und zeigen, was es weltweit so gibt.
Offen ab 19h, VoKü und Beginn ab 20h
http://dontpanic.de.tt

Dienstag 19.10.10 ab 19:30 Uhr
„Football is Freedom“
In derDoku „Football is Freedom“ liegt der Fokus auf den Thematiken Rassismus, Sexismus und Homophobie im Fußball. Auch die Möglichkeiten von Fans und Vereinen, diesen Phänomenen entgegenzuwirken, werden aufgezeigt.
Über fast 2 Jahre hinweg wurden zahlreiche Interviews mit Betroffenen und Experten geführt.
Ein Film des Fanprojekt Darmstadt und der Ultras Darmstadt
Anschließende Diskussion zur Thematik:
„Keine Politik bei Fortuna?! Alle Jahre wieder das gleiche Spiel?!“
Die Diskussion möchte versuchen anknüpfend an den Film die derzeitigen Konflikte innerhalb der Fortuna Fanszene zu versachlichen. Um welche „Politik“, sprich Themen, geht es denn konkret überhaupt? Welche Ziele und Inhalte verfolgen die derzeit im Fokus stehenden Gruppen und Personen? Was ist die Intention der derzeitigen Kampagne und gewalttätigen Übergriffe auf kritische Aktivist_innen? Wie sieht es in der gesamten Szene mittlerweile aus? Wird die faktische Zunahme von rechten Personen, rassistischen und homophoben Zwischenfällen bei Fortuna innerhalb der Szene wahrgenommen bzw. diesem Trend entgegengesteuert, oder ist diese Form von „Politik“ eher ein geduldeter Normalzustand? Wir wollen versuchen gemeinsam den Knoten aus Gerüchten, Halbwahrheiten und klar gesteuerter Propaganda, hinter der ein konkretes Zeil steckt, zu entwirren.

Mittwoch 20.10.10 ab 19:30 Uhr
Infocafeinfocafe
++informationsaustausch++vernetzung++kultur++menschen++treffen++VoKü
http://www.infocafe.de.tt
Beginn 19:30 uhr / VoKü gegen Spende

Donnerstag 21.10.10 ab 19:30 Uhr
Partisan_innen im PiemontCafé Bunte Bilder
Eine der bedeutendsten Auseinandersetzungen der deutschen Wehrmacht mit PartisanInnen fand von 1943 bis 1945 in der nordwestitalienischen Provinz Piemont statt. Den Verbänden von Wehrmacht, SS und italienischen Faschisten standen bis zu 40.000 bewaffnete PartisanInnen gegenüber. Die deutschen Versorgungs- und Rückzugswege von und nach Frankreich wurden von den Einheiten “Garibaldi” empfindlich gestört. Die Deutschen schlugen mit unmenschlicher Härte zurück.
Im Video kommen ehemalige Partisanen und Partisaninnen sowie Menschen aus dem Widerstand der Provinzhauptstadt Turin zu Wort. Sie erzählen von der Zusammenarbeit der kämpfenden Formationen und der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Stadt, bis zur Selbstbefreiung in Turin im April 1945. Der Film berichtet auch von den Massakern der Deutschen im Piemont.
Die ehemalige Partisanin Mara Piovano aus Turin erläutert, weshalb sie sich als eine der ersten Frauen im Piemont den kämpfenden Einheiten in den Bergen anschloss.
Das Video gibt Einblick in ein Kapitel deutscher Besatzungsgeschichte, das bis heute in Deutschland kaum bekannt ist.
Cafe Bunte Bilder in Zusammenarbeit mit Alerta-Network im Rahmen der Fare Woche
cafe offen ab 19.00 uhr
film ab ca. 20 uhr

Dieser Termin fällt leider aus
Freitag 22.10.10 ab 19:00 Uhr
option wegErwin Youth
konzet mit yok`s neuer band.
wird ins KAW nach leverkusen verlegt.

Mittwoch 27.10.10 ab 19:30 Uhr
Subkulturelle Farbenlehre: Die GrauzoneInput
Rechte Lebenswelten zwischen Punk, OI, Hip-Hop und Böhsen Onkelz

Immerhin: „Gegen Nazis“ sind viele, die sich in Subkulturen oder in der Populärkultur bewegen – Frei.wild-Fans auf der Fußball-Fanmeile oder auch OI-AnhängerInnen, die die Politik sowieso ablehnen. Doch jenseits der White-Power-Rockmusik etablieren sich rechte Lebenswelten, für die die Kategorie „Nazis“ genauso wenig zutrifft wie das Label „unpolitisch“. Sie sind irgendwo dazwischen, in der Grauzone. Diese Grauzone reicht weit hinein in „alternative“ Szenen und bedeutet einen zunehmenden Raumverlust für linke, emanzipatorische Ideen.

Die Veranstaltung wird den folgenden Fragen nachgehen: Wo beginnt die Grauzone, wo hört sie auf? Wieso erlebt sie heute Dynamik? Und was sind eigentliche „rechte Lebenswelten“?

Entsprechende Strömungen im Punk, OI, Hardcore, Metal und Hip-Hop sind ebenso Thema wie die Popkultur von Böhse Onkelz und Frei.wild. Zum Einen wird anhand von Beispielen aufgezeigt, wie eng manch „unpolitische“ KünsterInnen aus der Grauzone mit extrem rechten Milieus verwoben sind. Zum Anderen gibt es unappetitliche Einblicke in reaktionäre Männerwelten, Spießbürgerliche Rebellionsfantasien und Wertebilder, die auf Ballermannpartys und in Bildungszeitungs-Leserbriefen wahrlich besser aufgehoben wären als in links codierten Szenen.

Der Referent Michael Weiss vom apabiz in Berlin ist alternder Punkrocker, der sich dafür schämt, dass es so weit kommen konnte. Er bietet ganz bestimmt keine objektive Sicht der Dinge.


Samstag 30.10.10 ab 20:00 Uhr
Party: „United colours of Fortuna Düsseldorf“
Alerta Düsseldorf präsentiert:
„United colours of Fortuna Düsseldorf“
Tanzen gegen den neureaktionären Trend –
Spaß inne Backen statt Knoten im Kopf!

Party auf zwei Floors: Cafe (Ska, Reggae, Punkrock, Soul), Halle (Electro, Trash, Hip Hop)

Mit einer Cocktailbar, afrikanischem Essen, Info- und Merchständen


Sonntag 31.10.10 ab 12:00 Uhr
MitmachbrunchBrunchGruppe
Günstig & vegan. Der Brunch zum Mitmachen ! Rezepte und Infos unter http://www.brunch.de.tt/

Rechtsentwicklung, Antisemitismus und extreme Rechte in Ungarn

Am 3. August 2009 wurde eine 45-jährige alleinerziehende Mutter im nordostungarischen Ort Kisleta von Neonazis erschossen. Der Grund: Sie war Roma. Bei Angriffen auf Roma starben in den letzten Jahren mindestens acht Menschen. Schlagzeilen machte in diesem Zusammenhang auch die so genannte „Ungarische Garde“, eine paramilitärische Organisation, die stark an die deutsche SA erinnert. Die Angriffe und die „Garde“ sind Ausdruck eines immer stärker werdenden Rechtstrends, der seinen vorläufigen Höhepunkt bei den Parlamentswahlen in diesem Jahr fand. Die extrem rechte Partei „Jobbik“ erhielt 16,7 Prozent der abgegebenen Stimmen, obwohl bzw. weil sie revanchistische Ziele wie ein „Großungarn“ verfolgt und sich gegen Roma und das „jüdische Kapital“ stellt. „Jobbik“ gilt als der parlamentarische Arm der „Garde“. Ihre Positionen sprechen in Ungarn Mehrheiten an. Nach Umfragen meinen zwei Drittel der erwachsenen Bevölkerung, dass Juden in der Geschäftswelt in Ungarn zu mächtig seien. Auch der Wahlsieger 2010, die rechtskonservative „Fidesz“-Partei, bediente sich teilweise antisemitischer Stereotype, setzte aber vor allem auf nationalistische Parolen bei der Mobilisierung ihrer Wählerinnen und Wähler. An der Regierung versucht sie nun, das Land nach ihren Vorstellungen umzuformen.

Referentin: Magdalena Marsovszky ist Kulturwissenschaftlerin aus Budapest und setzt sich seit einigen Jahren mit dem anwachsenden Antisemitismus in Ungarn und dem gesellschaftlichen Rechtstrend kritisch auseinander.

Montag, 11.10., 20:00
Zakk, Fichtenstr.40, Düsseldorf

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland (ABR)
Veranstalter: Antifa-AK FH Düsseldorf und AG Input, in Kooperation mit der Arbeitsstelle Neonazismus – Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus der FH Düsseldorf und dem zakk

„Hope not hate“ – Veranstaltung zu Antifa in GB

„Hope not hate“ – Das Beispiel einer erfolgreichen antifaschistischen Kampagne in Großbritannien

Referent: Graeme Atkinson

Mittwoch 29.09.10 ab 19:30 Uhr, Linkes Zentrum „Hinterhof“
Nachdem die extrem rechte „British National Party“ 2009 mit 16,5 Prozent ins Europaparlament eingezogen war, drohte bei den Unterhaus-Wahlen im Mai 2010 ein weiterer Erfolg. Ihr wurde sogar zugetraut, in einigen Regionen als stärkste Partei hervorzugehen. Mittels der Kampagne „Hope not hate“ gelang es AntifaschistInnen, die BNP zu stoppen. Bei der Wahl erreichte sie nur noch 2 Prozent der Stimmen. Die „Hope not hate“-Kampagne hatte einen in der antifaschistischen Bewegung bisher noch nicht erreichten Erfolg, auch im internationalen Vergleich und was die Beteiligung der Bevölkerung anbetrifft. Der in Berlin lebende Redakteur des britischen Antifa-Magazins „Searchlight“, Graeme Atkinson, verbrachte die Vorwahlkampfzeit in England. Er wird in seinem Vortrag über die Situation vor den Wahlen in Großbritannien berichten, insbesondere aber darüber, wie es der Kampagne gelang, den drohenden Wahlsieg der BNP zu verhindern und gleichzeitig mit Hilfe der Gewerkschaften eine Grassroots-Organisation aufzubauen, die sich der Rechtsentwicklung entgegenstellte.

Veranstalter: Antifa-AK an der FH Düsseldorf und AG INPUT, in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland, der Arbeitsstelle Neonazismus – Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus der FH Düsseldorf und dem Ortsjugendausschuss der IG Metall Düsseldorf/Neuss

Kundgebung gegen Repression in Russland

Am Samstag, dem 18.9.2010, beteiligten sich 70 Menschen an der Düsseldorfer Schadowstrasse an einer Kundgebung vor der Filiale des Karstadt-Konzerns v. Anlass waren die aktuelle Repressionswelle gegen soziale Aktivistinnen und Aktivisten in Russland und die internationalen Aktionstage für die Freilassung von Maxim Solopov und Aleksej Gaskarov. Die beiden treten seit Jahren als Sprecher der sozialen und antifaschistischen Bewegung in der Öffentlichkeit auf und werden seit Ende Juli unter fadenscheinigen Begründungen durch russische Staatsorgane festgehalten. Ausgangspunkt für die Festnahme waren ökologische Proteste gegen die Abholzung eines Waldes bei Chimsky in der Nähe von Moskau.

Das Flugblatt dazu gibt es hier.

Pressemitteilung lesen: „Kundgebung gegen Repression in Russland“ weiterlesen