Schlagwort-Archiv: Dresden

Alle nach vorne!

Pünktlich einen Monat vor den antifaschistischen Blockade-Aktionen zum 13. Februar 2013 in Dresden versucht die sächsische Justiz Aktivist_innen einzuschüchtern und den Widerstand gegen Naziaufmärsche zu kriminalisieren. Richter Hlavka verurteilte den Antifaschisten Tim wegen vermeintlicher „Rädelsführerschaft bei besonders schwerem Landfriedensbruch“ ohne konkrete Beweise zu 22 Monaten Haft- ohne Bewährung.

Anlass war Europas größter Naziaufmarsch, der im Februar 2011 zum zweiten Mal erfolgreich von tausenden Antifaschistinnen und Antifaschisten blockiert wurde – nachdem dieser jahrelang ungestört in Dresden stattfinden konnte.

Als Begründung für eine Verurteilung wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung und Beleidigung reichte dem Richter eine verpixelte Polizeifilmaufnahme, ein Megaphon in der Hand, der Ausspruch „alle nach vorn“ und die vermeintlich abschreckende Wirkung des Urteils. Dresden habe Ausschreitungen im Februar „satt“ und damit müsse endlich „Schluss sein“. Tim wurde also zur Abschreckung für angebliche zukünftige Gewalttaten verurteilt.

Während kriminelle neonazistische Vereinigungen wie die “Skinheads Sächsische Schweiz” im Freistaat für bewaffneten Überfall, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen lediglich Bewährungstraffen kassieren, wird die Aufforderung zu zivilem Ungehorsam abgestraft.Doch wir lassen uns davon nicht einschüchtern!

Solidarität mit Tim! Solidarität gegen staatliche Repressionen! Kein Fuß breit den Faschisten! No pasaran!

Presse: jW | taz | ND – Erklärungen: VVN-BdA | IL

Dresden: Größte Antifademo statt Naziaufmarsch

Dresden nazifrei – 3:0 für die antifaschistische Bewegung

Mehr als 10.000 Menschen aus unterschiedlichen Spektren demonstrierten am Samstag, dem 18.2. durch die gesamte Dresdener Innenstadt. Anlass war der geplante Aufmarsch mehrerer tausender Nazis, der in den letzten zwei Jahren von tausenden Antifaschistinnen und Antifaschisten
verhindert werden konnte.

An der Stelle, wo Jahre zuvor noch 7000 Neonazis durch die Straßen zogen und ihre geschichtsrevisionistische Deutung der Bombardierung Dresdens im zweiten Weltkrieg zum Besten gaben, kam es zu einer der größten antifaschistischen Demonstrationen der Nachkriegsgeschichte. Die Demonstration des Bündnisses “Dresden Nazifrei” richtete sich jedoch nicht nur gegen die geplanten Nazi-Aktivitäten, sondern auch gegen die “sächsischen Verhältnisse”.

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Dresden: Europas größten Naziaufmarsch zur Geschichte machen!

Nach den erfolgreichen Massenblockaden gegen Europas größten Naziaufmarsch Mitte Februar in Dresden schwächelt die Nazimobilisierung. Regionale Strukturen setzen auf eine Demonstration am 13.2., einem Montag. Die traditionelle Großdemonstration am Samstag darauf scheint momentan von den Nazis nicht angegangen zu werden. Ob hier mit spontanen Aufmärschen zu rechnen ist, ist nicht zuletzt von dem Gelingen der antifaschistischen Gegenaktivitäten am 13.2. abhängig.

So oder so werden AntifaschistInnen aus NRW am 18.2. vor Ort sein – egal ob wir Naziaufmärsche blockieren müssen oder gegen die sächsischen Verhältnisse, die reaktionäre Gemengenlage aus strafverfolgungswütiger Staatsanwaltschaft und repressionsfreudiger Polizei und der ordnungsfanatischen Staatsregierung und Verwaltung demonstrieren müssen. Immer noch sind hunderte Verfahren gegen AntifaschistInnen aus den letzten Jahren offen. Ihnen gilt unsere Solidarität!

Auf nach Dresden! Zeigen wir gemeinsam den Betroffenen unsere Solidarität! Und am besten dadurch, dass wir tatsächlich dafür sorgen, daß der Nazigroßaufmarsch Geschichte bleibt. No pasaran!

Letzte Möglichkeit für Bustickets (ab 15,- €):
Mo, 13.02., 20:00 Uhr, Info-Veranstaltung für alle MitfahrerInnen im Linken Zentrum “Hinterhof”, Corneliusstr. 108
zeitgleich in Dresden: Aufmarsch verhindern!

Sa, 18.2., vormittags: Wenn Nazis, dann blockieren! Wenn nicht, dann demonstrieren!

Dresden-Tickets kaufen!

Die erfolgreichen Blockaden der letzten beiden Jahre gegen Europas größten Naziaufmarsch zeigen Wirkung. 2010 kamen noch 7000 Nazis nach Dresden, im letzten Jahr machte sich nur noch die Hälfte auf den Weg, um von uns blockiert zu werden. In diesem Jahr gibt es eine erkennbare Frustration und Mobilisierungsschwäche der Nazis für den 18. Februar. Die Zeit ist reif, dem Großaufamarsch endgültig zur Geschichte zu machen! Wenn sich ein paar hundert Nazis nach Dresden verirren, werden wir sie wieder blockieren! Seid bei dem größten Erfolg der Antifa-Bewegung dabei!

Bustickets nach Dresden können für 15,- (erm.), 20,- (normal) und 25,- (Soli) erstanden werden und zwar an folgenden Terminen:

– 01.02. von 20:00 bis 22:00 Uhr im Linken Zentrum
– 02.02. und 09.02. von 20:00 bis 22:00 Uhr , Donnerstagskneipe im LZ
– 06.02. von 20:00 bis 22:00 Uhr, DD-Veranstaltung im ZAKK
– 13.02. von 20:00 bis 22:00 Uhr, DD-Veranstaltung im LZ
– und im Bücherladen Bibabuze

Jetzt erst recht! Naziaufmarsch blockieren! Opfermythen bekämpfen! Sächsische Verhältnisse kippen!

Aufruf des bundesweiten Antifa-Bündnisses “no pasaran” zu Gegenaktivitäten gegen Europas größten Naziaufmarsch.

Am 19. Februar 2011 haben wir gemeinsam mit mehr als 20.000 Antifaschist_innen erneut den ehemals größten und wichtigsten Naziaufmarsch in Europa verhindert. Darüber hinaus ist uns nicht nur diese Verhinderung gelungen, sondern der Dresdner Großaufmarsch wurde damit auch für die nächsten Jahre verunmöglicht. Unsere Blockadeaktionen waren so erfolgreich obwohl Gerichte, Polizei und Teile der Politik mit enormem Aufwand die Durchführung des Naziaufmarsches durchsetzen wollten. Tausende Antifaschist_innen aus verschiedenen Spektren haben sich nicht durch Polizeisperren- und Gewalt aufhalten lassen und somit verhindert, dass die Nazis durch Dresden marschieren konnten.

Auch am 18. Februar 2012 werden wir wieder bundesweit nach Dresden fahren, obwohl es den Nazis in diesem Jahr, dank unserer Erfolge, nicht gelingen wird, einen Großaufmarsch zu organisieren. Schließlich gilt es sächsische Verhältnisse zu kippen und jeden Aufmarschversuch der Nazis im Keim zu ersticken.

Jetzt erst recht! Naziaufmarsch blockieren! Opfermythen bekämpfen! Sächsische Verhältnisse kippen! weiterlesen

Dresden- / Antifa-Solikonzert

Feines Benefizkonzert für AntifaschistInnen, die wegen der Proteste gegen Europas größten Naziaufmarsch in Dresden Ärger haben. Mit:


FEINE SAHNE FISCHFILET
Randale-Ska, Greifswald+Rostock

DEAD PATRIOTS
Hardcore, Neusskölndüsseldorfkrefeld

Natürlich in Düsseldorfs schönstem Punkrock-Club:
AK47, Kiefernstrasse, Düsseldorf

So ab 8. Oder 9.

Veranstaltet von der Antifaschistischen Linken Düsseldorf und Kopfball Düsseldorf – Fankultur & Fundamentalkritik

Dresden 2012 calling!

Am 19. Februar haben mehr als 20.000 Menschen zum zweiten Mal in Folge Europas größten Naziaufmarsch durch entschlossene Blockaden verhindert. Dieser Erfolg Zivilen Ungehorsams reiht sich in erfolgreiche Blockadeaktionen in Leipzig, Berlin, Jena und Köln ein. Jedoch gehen die Polizei und die Dresdner Staatsanwaltschaft mit einer ungeahnten Repressionswelle gegen „Nazifrei! – Dresden stellt sich quer“ vor. In einem bisher beispiellosen Ausmaß wurden Funkzellenabfragen durchgeführt. Von zehntausenden Menschen wurden Daten gespeichert und ausgewertet. Selbst die konservative FAZ kritisierte den Schnüffelwahn des Staates massiv mit den Worten „Teheran – Damaskus – Minsk – Dresden“ und wies damit auf die Albtraumvision eines gläsernen Demonstranten und einer entgrenzten Verfolgungspraxis des Staates hin. Aktuell werden massenweise Strafbefehle gegen BlockiererInnen ausgesprochen, unverhältnismäßige Gewalt gegen DemonstrantInnen eingesetzt. Zahlreiche AntifaschistInnen werden mit § 129-Verfahren überzogen und kriminalisiert. BündnispartnerInnen werden mit der Extremismusklausel unter Druck gesetzt. Bei Hausdurchsuchungen machte die Staatsanwaltschaft auch vor einer Anwaltskanzlei und dem Jenaer Jugendpfarrer König nicht halt. Dieser hatte es gewagt im „Spiegel“ die absurden Ermittlungen gegen ihn wegen § 129 – Bildung einer kriminellen Vereinigung – zu kritisieren. Eine Woche später führte die sächsische Polizei in Thüringen eine Hausdurchsuchung bei ihm durch. Der Vorwurf lautet nun: „Aufrührerischer Landfriedensbruch“. Die Absurdität dieser Anklage wurde zuletzt von der Sendung „Frontal 21“ belegt.

Aktivierungs-Konferenz am 7. und 8. Oktober 2011 im Hörsaalzentrum der TU Dresden

Mehr Infos: Dresden Nazifrei

Solidarität mit den Betroffenen der Hausdurchsuchungen in Sachsen!

In diesem Februar konnte eine große und erfolgreiche antifaschistische Mobilisierung zu Massenblockaden Europas größten Naziaufmarsch in Dresden weitestgehend verhindern. 20.000 Menschen aus verschiedensten Spektren aus der ganzen Republik waren auf der Strasse und beteiligten sich auf unterschiedliche Art und Weise.

Die breite Unterstützung des Bündnisses, durch Teile der radikalen Linken, zivilgesellschaftliche Initiativen, Gewerkschaften, Linkspartei, Grüne, Teile der SPD sowie Einzelpersonen, und der deutlich besseren politischen Verankerung in Dresden und der Region haben die vielen Blockaden ermöglicht.

Jetzt versucht die Staatsanwaltschaft in Sachsen unter fadenscheinigen Begründungen dies breite Bündnis politisch anzugreifen.

Antifaschistische Gruppen aus NRW fordern:

Sofortige Einstellung aller Verfahren! Stopp der Kriminalisierung von antifaschistischen Protesten!

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Razzien gegen Antifa

Am 12. April 2011 kam es in mehreren Bundesländern zu Hausdurchsuchungen bei linken Aktivisten, mehrheitlich in Sachsen. Die Dresdner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Betroffenen wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung. Mit einem solchen Verfahren wird in der Regel stets sehr umfangreich gegen linke Strukturen und Aktive ermittelt, verurteilt wurde in der Vergangenheit kaum einer.

Erst am 19. Februar 2011, als tausende Menschen einen Naziaufmarsch in Dresden verhinderten, stürmten vermummte SEK-Truppen das Büro von “Dresden Nazifrei” und zeigten eindeutig wo für die sächsische Justiz und Politik der Feind steht.

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