Schlagwort-Archiv: Antifa

David Eckert (AfD) geoutet

Laut eines Artikels wurde David Eckert, der u.a. als Vorsitzender der AfD-Hochschulgruppe an der Heinrich-Heine-Universität (“Campus Alternative – Düsseldorf) tätig ist, in seiner Nachbarschaft in Düsseldorf geoutet. In den Flugblättern hieß es unter anderem: David Eckert (AfD) geoutet weiterlesen

Alle nach Dortmund! Den “TddZ” gemeinsam sabotieren, blockieren, verhindern!

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Am kommenden Samtag, den 04. Juni, wollen Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet in Dortmund aufmarschieren. Wir unterstützen den “Antifaschistischen Arbeitskreis NoTddZ 2016” und wollen mit euch gemeinsam den Naziaufmarsch sabotieren, blockieren, verhindern!

Dazu wird es, auch aus Düsseldorf, eine gemeinsame Anreise geben. Achtet auf weitere, kurzfristige Ankündigungen (bspw. hier, hier oder hier). Auf Twitter werden die Hashtags #notddz und #do46 (insbesondere am Samstag) verwendet.

Den gesamten Aufruf könnt ihr hier nachlesen. Außerdem wird es am Freitag, den 03. Juni, eine linksradikale Vorabenddemo in Dortmund geben.

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise:

Samstag, 04.06.2016
9 Uhr am UFA-Kino (Hbf)

Geflüchtete bleiben! Rassisten vertreiben! Demo am 08.08. in Garath

Aufruf von “Düsseldorf stellt sich quer” (DSSQ) zu Protesten gegen die rassistische Hetze vor Flüchtlingsunterkünften in Düsseldorf:

Am Samstag, den 8.8. plant die Rechtsaußenpartei “Die Republikaner” erneut eine Demonstration gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in Düsseldorf-Garath.DSSQ-und-REP-Demo

Nach dem der Aufmarsch der REPs beim letzten Mal in Garath erfolgreich verkürzt wurde, versuchen die Rechtspopulisten wieder die Anwohner*innen gegen die Flüchtlinge aufzubringen. Dieses Mal planen die REPs gleich von Beginn an eine verkürzte Strecke ab zu marschieren. Um 16 Uhr wollen sie sich vor der
Freizeitstätte Garath treffen, um dann wenige Meter in die Richtung einer Flüchtlingsunterkunft zu laufen.

Zwar sei es den Rassisten nicht gestattet direkt vor die Unterkunft zu ziehen, dennoch ist ein derartiger Aufzug unerträglich. Wir finden, dass es kein Recht auf diese Nazipropaganda gibt.

In rechtspopulistischer Manier versuchen die REPs “heimische Obdachlose” gegen Asylbewerber*innen auszuspielen, die aus Mangel städtischer Unterbringungsmöglichkeiten teilweise provisorisch in Hotels untergebracht werden. Seit Monaten bzw. Jahren versuchen die “Republikaner” mit xenophober und rassistischer Propaganda in Form von Infoständen und Flyer-Verteilungen Stimmung gegen Geflüchtete in Garath und anderen Stadtteilen zu machen.

Die bundesweite Zunahme von rechtspopulistischen und rassistischen Aktionen, wie zuletzt in Freital ist unerträglich. Daher ruft das Bündnis “Düsseldorf stellt sich quer” zu Gegenprotesten auf. Wir werden nicht zulassen, dass Rassisten frei durch die Stadt marschieren.

Kommt alle am Samstag um 15:00 Uhr in die Kurt-Schumacher Str. (vor Netto).
Danach gibt  es eine antirassistische Demonstration zur Stettinerstraße.

ACHTET AUF WEITERE ANKÜNDIGUNGEN (hier oder hier)

Wir sagen:

REFUGEES WELCOME! IN DÜSSELDORF IST KEIN PLATZ FÜR RASSISMUS! NAZIS
VERTREIBEN! FLÜCHTLINGE BLEIBEN!

Hier außerdem die Pressemitteilung von DSSQ (Stand: 06.08.)

Rock gegen Rechts 2015

PlakatA2RGR15Bereits zum dritten Mal findet imDüsseldorfer Volksgarten auf der Ballonwiese das Rock gegen Rechts statt. Ein breites Bündnis aus antirassistischen Initiativen, linken Organisationen, Menschenrechtsgruppen uvm will mit diesem Umsonst-und-draußen OpenAir ein lautes Zeichen gegen Rassismus und Faschismus setzen -in Zeiten von Dügida, Pegida & co ein wichtiges und sinnvolles Anliegen. Schön, dass so tolle Bands das Projekt unterstützen:

Conyo
100 Blumen
Kaput Krauts
The Porters

Das Open Airim Volksgarten – Umsonst & Draußen !
1.8.2015, 15-23:00 Uhr

Mehr Infos: www.rock-gegen-rechts-duesseldorf.de

Interview mit Sofie K.

RojavaInterview mit Sofie aus Duisburg von der Organisation Young Struggle

Am 18.06.2015 wollte Sofie vom Düsseldorfer Flughafen aus nach Rojava reisen. Es sollte jedoch bei einem Versuch bleiben. Bevor sie ihre Reise wirklich beginnen konnte, um sich im Rahmen der ICOR-Solidaritätsbrigaden am Neuaufbau von Kobanê zu beteiligen, wurde ihr ein Ausreiseverbot erteilt und ihre Dokumente wurden beschlagnahmt.

Wir haben uns am 30.06.2015 mit Sofie getroffen. Dieses kurze Interview beinhaltet u.a. folgende Themenpunkte: Sofies Beweggründe, die aktuelle Situation in Rojava und internationale Solidarität.

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Neonazismus in Bayern. Die bayerische Geschichte des NSU und aktuelle Bestandsaufnahme

Referent: Robert Andreasch (München)

Beginn: 19.30 Uhr

Eine Veranstaltung in Kooperation mit SJD – Die Falken KV Düsseldorf

Das NSU-Netzwerk begann seine rassistische Attentatsserie nach dem Abtauchen in Bayern – mit einer Rohrbombe in der Nürnberger Kneipe “Sunshine Pub”. Im bayerischen Verfassungsschutzbericht für das betreffende Jahr 1999 war zu lesen, “rechtsterroristische Strukturen” seien “nicht bekannt geworden”. “Eine Strategiedebatte über eine gewaltsame Beseitigung des politischen und
gesellschaftlichen Systems in Deutschland” fände von rechts “derzeit nicht statt”.
Bis 2005 haben die Neonazis in Bayern fünf Menschen erschossen. Bayerische Unterstützer_innen halfen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe bei der Sprengstoffbeschaffung, der Wohnungsanmietung, beim Beschaffen von Dokumenten und vielleicht auch bei den Tatortrecherchen.
Eine militante Neonazi-Szene existiert auch heute in Bayern. Mit dem “Freien Netz Süd” hat sie in den letzten Jahren eine große Struktur ausgebildet. Nach der Einleitung eines Verbotsverfahrens zeigten die Neonazis zuletzt ihre Flexibilität – die Kameradschaftsorganisationen wandelten sie bayernweit in Stützpunkte der neuen Neonazipartei “Der dritte Weg” um.

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Ich weiss, was Du letzte Woche gemailt hast

obama-shepard-fairey-nsa-prism-2Vom Überwachungsstaat zur Kontrollgesellschaft?
Der Überwachungsskandal und seine politische Relevanz

Veranstaltung zu: #NSA, #SNOWDEN, #Muscular, #NSA, #GCHQ, #BND, #PRISM, #Tempora, #supergrundrecht, #merkelhandy, #neuland

Anfang Juni haben der Guardian und die Washington Post damit begonnen, zu enthüllen, wie allumfassend die US-amerikanische National Security Agency (NSA) und andere westliche Geheimdienste die weltweite Kommunikation überwachen.
Basierend vor allem auf Dokumenten des ehemaligen NSA-Analysten Edward Snowden kam in den Monaten danach immer mehr ans Licht.
In der Veranstaltung soll nicht nur einen Überblick über die Ereignisse und Erkenntnisse gegeben werden, sondern auch viel Raum für Fragen und Diskussion sein:
Warum die Überwachungsskandale uns alle angehen, welche Ausmaße die geheimdienstliche Überwachung angenommen hat, warum die politsche Linke darauf (noch) keine Antwort hat und warum nicht nur normale UserInnen sondern gerade auch NetzaktivistInnen besser auch zu dieser Veranstaltung kommen sollten erfahrt Ihr, wenn Ihr tatsächlich kommt und mitdiskutiert.

Ort: Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Schnittmengen zwischen Neonazi- und Rocker-Szene – Der Versuch einer Einschätzung

INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf
Schnittmengen zwischen Neonazi- und Rocker-Szene – Der Versuch einer Einschätzung
Beginn: 19.30 Uhr

Seit vielen Jahren zeichnen antifaschistische Recherchen die Wege nach, die Neonazis in Motorradclubs (MCs) führen. Auch in den Tageszeitungen ist dies immer wieder Thema. Im Kampf um “Machtpositionen” und Marktanteile sind Rockergruppen oft wenig wählerisch, wenn es darum geht, Fußvolk zu rekrutieren. Doch der Versuch muss scheitern, herauszufinden, was “noch Neonazi” oder “schon Rocker” ist. Nazibanden treten zunehmend im Outfit und in der Struktur von Rockergruppen auf und verfließen mit MCs, Kampfsportgruppen und Hooligangangs in Mischszenen. Doch was bedeutet das? Entfremden sich Neonazis nun der politischen Szene? Oder schaffen sich Neonazis darüber neue Verbündete und Aktionsfelder?
Die Veranstaltung will die Entwicklungen der letzten Jahre aufzeigen und vor allem Raum für Austausch und Diskussionen für ein Thema öffnen, was in der Linken mit großer Unsicherheit behaftet ist.

INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf existiert seit 2002 und findet aktuell jeden letzten Montag im Monat statt, zumeist im Zentrum Hinterhof, hin und wieder aber auch im Kulturzentrum zakk und im Buchladen BiBaBuZe. Unregelmäßig werden zusätzliche INPUT-Spezial-Veranstaltungen angeboten.
Veranstalter: Antifa-Arbeitskreis an der FH Düsseldorf und AG INPUT, in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland (ABR) sowie wechselnden weiteren KooperationspartnerInnen.

DIE WELTWEITE DURCHSETZUNG DES NEOLIBERALISMUS UND DIE KÄMPFE DAGEGEN – DIE BEISPIELE CHILE UND GRIECHENLAND

Diskussion mit Mattes Grzegorczyk (Militanter und Betriebsrat), Claudia Maldonado (promoviert über soziale Bewegungen in Chile), Alina Rodenkirchen (Koordinatorin Deutsches Mapuche Netzwerk) und David Rojas-Kienzle (freier Journalist, u.a. amerika21 und Lateinamerika Nachrichten)

Chile war nach dem brutalen Militärputsch 1973 das weltweit erste Experimentierfeld des Neoliberalismus: Die Militärdiktatur zerschlug solidarische gesellschaftliche Strukturen und ersetzte diese durch die Gesetze des Marktes – und die nachfolgenden zivilen Regierungen führten diese Politik fort. Viele gesellschaftliche Bereiche wie Gesundheit und Bildung sowie natürliche Ressourcen wurden privatisiert und zu Waren gemacht. Das Resultat waren eine Verstärkung der sozialen und ökonomischen Ungleichheiten, die bis heute fortbestehen. Aber ebenso dauern die Kämpfe sozialer Bewegungen gegen die Politik und ihre Konsequenzen an.

Gleichzeitig wurden weltweit in den letzten 40 Jahren Elemente dieses Gesellschaftsmodells fast überall von Oben mit Hilfe von Gewalt und Repression durchgesetzt – immer begleitet von sozialen Kämpfen dagegen. Jüngste Beispiele sind die südlichen EU-Länder, insbesondere Griechenland.

In der Podiumsdiskussion wollen wir daher am Beispiel Chiles und Griechenlands über die Durchsetzung des Neoliberalismus als politische Stategie und die gesellschaftliche Organisierung dagegen aus verschiedenen Perspektiven diskutieren.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und dem zakk

Grabungen für „Rasse“ und „Reich“. Funktion und Bedeutung des „Germanentums“ für die extreme Rechte – gestern und heute

INPUT – antifaschistischer Themenabend in Düsseldorf

Referentin: Dana Schlegelmilch (Doktorandin am Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Uni Marburg)

Beginn: 19.30 Uhr

Ob Runenschrift, Thorshammer oder Wotansanrufung – Bezüge auf die angebliche „germanische Vergangenheit des deutschen Volkes“ gibt es in der extremen Rechten häufig. Auch der Blick in die Geschichte zeigt, dass die Beschäftigung mit dem „Germanentum“ eine herausragende Rolle in der völkischen Bewegung und im Nationalsozialismus einnahm.
Ab 1933 wurden daher alle Wissenschaften, die sich mit der Vergangenheit befassten, zu sogenannten „Weltanschauungswissenschaften“. Hierzu gehörte beispielsweise die „Volkskunde“, die sog. „Brauchtumsforschung“ betrieb, aber auch die als akademische Disziplin erst im Entstehen begriffene Prähistorische Archäologie / Vor- und Frühgeschichte, die nach den materiellen Hinterlassenschaften der „Germanen“ im Boden suchte. Diese war maßgeblich daran beteiligt, ein rassistisches Geschichtsbild zu konstruieren, mit dem einerseits die „Volksgemeinschaft“ als Abstammungsgemeinschaft definiert werden konnte: Deutsche waren demnach alle, die „rein germanische Ahnen“ aufwiesen. Aber auch die Verbrechen der Deutschen an der „nicht-germanischen“ Bevölkerung konnte damit legitimiert werden.
Die Verankerung dieses Geschichtsbildes in der Bevölkerung war nachhaltig: Über Zeitungen, Filme und den Schulunterricht war es verbreitet worden und lebte nach 1945 – des ideologischen Kontextes beraubt – weiter; bis heute greifen viele populäre Darstellungen der Vergangenheit auf seine Versatzstücke zurück. Der Vortrag will daher die historischen Zusammenhänge aufzeigen und zu einer kritischen Auseinandersetzung mit diesem Vergangenheitsbild beitragen.

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